Autor: admin

  • Tierschutz mir Messer und Gabel

    9783887784560

     

     

     

    Die deutsche  Biologin und Ernährungswissenschafterin Andrea Flemmer tischt  in ihrem umfassenden Buch alle essbaren Teile von Tieren auf, die so schonend als möglich gezüchtet, gehalten und  getötet worden sind. Flemmer beleuchtet zuerst den agrarpolitökonomischen Horizont, vor dem sich das Schicksal der Tiere und der sie Essenden abspielt. Danach zeigt sie an Beispielen, wohin die Produktion von viel und billigem Fleisch, Geflügel und Fisch geführt hat: zur Massentierhaltung. Schliesslich stelllt sie die verschiedenen Alternativen zur gängigen, aber inakzeptablen Praxis vor: weniger Fleisch, gar kein Fleisch, künstliches Fleisch oder Fleisch aus den verschiedensten Modellen und mit den unterschiedlichsten Labels für tierfreundliche artgerechte Haltung. Ein separates Kapitel ist den Fischen und Krustentieren gewidmet.

    Die im Buch vorgestellten Alternativen stammen hauptsächlich aus Deutschland, es werden aber auch Ansätze aus Österreich, der Schweiz und weiteren Ländern vorgestellt. Natürlich kann eine derartige Dokumentation nie vollständig sein und ist schon am Tag des Drucks wieder überholt. Doch Vollständigkeit und Aktualität sind nicht erste Ziele dieses Buchs, das einfach die Fülle an möglichen Lösungen für Tierschutz bei Essen von Fleisch bekannt machen will. Danach ist es ohnehin an den Lesenden, für sich und ihren individuellen Alltag einen guten Weg zu finden. Das Buch ist eine gute Hilfe dabei.

    Spurbuchverlag, D-Baunach, 2015, 286 S., gebunden, ISBN978-388778456-0

  • Jonathan Balcombe: Was ein Fisch weiss

    Der nordamerikanische Ethologe Jonathan Balcombe ist im deutschen Sprachraum seit seinem Besteller «Tierisch vergnügt» aus dem Jahr 2007 gut bekannt. Sein soeben erschienenes Buch «What a Fish Knows» steht dem in nichts nach. Auf rund 250 Seiten führt der Autor quer durch alle möglichen Fischarten und zeigt eine unglaubliche Vielfalt an Fähigkeiten des Sehens, Hörens, Riechens, Fühlens, bis hin zu erstaunlichen kognitiven Leistungen unserer «Unterwasser-Cousins».

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  • Autofahrt im Dreiländereck

    Basel
    Foto: Basel (Mattes/Wikimedia Commons)

    Frage von Walter Helbling:

    Nach längerer Abstinenz als Autolenker aktualisierte ich kürzlich meine Fahrkünste in einer Auffrischungslektion bei einer professionellen Fahrlehrerin. Austragungsort dieser Veranstaltung war der Westen der Stadt Basel und die angrenzende Gemeinde Allschwil. Bereits vor über dreissig Jahren war ich einmal unter ungewöhnlichen Umständen in diesem Gebiet im äussersten Nordwesten der Schweiz automobilistisch unterwegs. Ich wohnte damals in Bern und fuhr mit einem Kollegen an eine internationale Veranstaltung in der Dreiländerregion. Als dort per Megaphon ein Fahrer gesucht wurde, zögerten wir nicht lange und meldeten uns. So durften wir – inkognito in einem ausländischen Wagen – durch unbekannte Grenzgebiete brausen und eine frischverliebte junge Dame samt Freund in ihr Elternhaus repatriieren, wo wir mit einem Lachanfall empfangen wurden und der Vater sich zur Bemerkung hinreissen liess, er sei eigentlich ganz froh, dass das Geschehene (und nichts Schlimmeres) passiert sei – sein übermütiges Töchterchen habe zweifellos irgendeinen Dämpfer nötig gehabt, um nicht der Illusion zu verfallen, die Bäume würden ihr in den Himmel wachsen.
    Frage: Was war geschehen?

    Runde 2: Beendet am 15. August 2016

    Hier das Ergebnis.

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  • Proteste anderer Eltern

    Frage von Irmi Studer-Algader:
    Mein ältester Sohn war als Kind nicht immer so einfach unter Kontrolle zu halten, und er hatte auch da und dort etwas ausgefallenere Ideen, die nicht überall auf Anklang stiessen.
    Warum zum Beispiel kam es eines Tages im Kaufhaus Kastner & Öhler in Graz zu Protesten anderer Eltern?

    Hier das Ergebnis.

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  • Handbewegung der Aymara

    wiphala

    Die Wiphala, Fahne des Inka-Teilreichs Qullasuyu
    (Zeichnung: Huhsunqu/Wikimedia Commons)

    Frage von Pedro Brunhart: 

    Manchmal machen Aymara-Indianer in einem Gespräch eine – für uns Europäer –  verwirrende Geste. Was ist das für eine Geste und bei welchem Thema machen sie diese?

    Hier das Ergebnis.

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  • An der Schwelle zum neuen Jahr

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    Frage von Billo Heinzpeter Studer:

    Als ich ein kleiner Bub war, hatte die Schwelle zum neuen Jahr für mich einen ganz besonderen Geschmack, dem ich sonst das ganze Jahr hindurch nicht begegnete. Was für ein Geschmack war das, und was löste ihn aus?

    Hier das Ergebnis.

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  • Christoph Pfluger: Das nächste Geld

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    Falls Du ein Buch zu Weihnachten bekommen hast, das Du umtauschen möchtest, dann schlag ich Dir Pflugers Buch über das neue Geld vor. Das hat Dir bestimmt niemand geschenkt, denn Geld ist doch etwas furchtbar Kompliziertes, das mutet man noch nicht einmal einer Person zu, die man pflichthalber beschenken muss, nicht wahr.

    Wieso man von Geld immer so spricht, als wär es kompliziertt, wirst Du Dich nach der Lektüre dieses Buchs verwundert fragen. Ist doch eigentlich ganz einfach! Wird bloss immer so dargestellt, damit wir uns ja nicht näher mit dem befassen, was unser ganzes Leben so kompliziert macht.

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  • This Jenny, Bundesrat – ein verunmöglichter Nachruf

         

     

    Versuch einer Buchbesprechung

    Am 15. November 2014 ist der Mann gestorben, der am 9. Dezember 2015 beste Aussichten gehabt hätte, vom Parlament als Sprengkandidat in die Schweizer Regierung gewählt zu werden, gegen die unglaublich unwählbaren drei Kandidaten, die seine eigene Partei auf den Schild gehoben hatte mit der Drohung, jedes andere Parteimitglied auszuschliessen, wenn es vom SVP-Diktat erzürnten Parlament  in den Bundesrat gewählt werden und die Wahl annehmen sollte. Ich bin überzeugt, er hätte die Wahl angenommen und sich vom Donnerwetter der Parteiführung nicht beirren lassen. Am Ende wäre er vermutlich nicht einmal aus der SVP ausgeschlossen worden; denn die Hardliner hätten damit rechnen müssen, dass ein derartiger Affront gegenüber dem wohl beliebtesten SVP-Politiker die Partei spalten würde.

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  • Monica Fahmy: Der Tod, das Verbrechen und der Staat

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    Es gibt nichts, was nicht niet- und nagelfest genug wäre – organisierte Kriminelle behändigen es, wenn es ihnen genug Profit verspricht. Nichts ist mehr sicher vor verbrecherischer Aneignung und Ausbeutung, nicht einmal in der sicheren Schweiz. Und das in grösserem Umfang, als das selbst Pessimisten anzunehmen neigten.

    Doch diese Erkenntnis ist es nicht, was Monica Fahmys Buch auszeichnet und es mich zur Lektüre empfehlen lässt. Was die Autorin auf 240 Seiten zusammenträgt, ist ein (mehr …)

  • Monsieur Rainer: Die Nizza Connection

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    Mit diesem politischen Krimi ist Autor Rainer Kahni ganz grosses Kino gelungen. Tatsächlich wünschte ich mir in der ersten Depression des begeisterten Lesers, der nach der letzten Seite atemlos zurückbleibt, eine Verfilmung dieses Romans. Und ich wünsche mir den Film auch jetzt noch, Monate nach der Lektüre. Weniger der spektakulären Szenen wegen, die der schonungslosen Beschreibung zum Trotz nach Bild schreien, sondern vor allem, um die auf wahren Elementen beruhende Darstellung von abgrundtiefer behördlicher Korruption einem breiteren Publikum nahezubringen, als Impfstoff sozusagen.

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  • Monsieur Rainer: Der Austernzüchter von Arcachon

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    Der Autor Rainer Kahni setzt mit Commissaire Carlucci jedem unbestechlichen, unbeirrbaren und hartnäckigen Polizisten ein Denkmal von einer Kraft, die trotz allem die Hoffnung leben lässt, dass eine bessere Gesellschaft von Menschen doch noch möglich sein könnte.

    Carluccis Eltern immigrierten aus Sizilien nach Paris und sparten sich alles vom Mund ab, damit ihr Flavio studieren konnte. Als junger Jurist ging er zur Polizei und wurde als furchtloser Chef der Anti-Banditen-Brigade zum Schreck der Pariser Unterwelt.  Dank seiner hohen Verdienste immer wieder mit schwierigsten und geheimsten Fällen betraut, gerät (mehr …)

  • Fritz Orter: «Ich weiss nicht, warum ich noch lebe»

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    Kriegsberichterstattung hat mich nie wirklich interessiert, weder ihr Resultat noch gar als Beruf. Das Buch von ORF-Kriegsreporter Fritz Orter hat nichts daran geändert; aber das Buch las ich bewegt.

    Dass Kriegsberichterstatter auch dann gefährlich leben, wenn sie ihren Job überleben, wusst ich schon. Ich kenne einen, der durchgedreht ist bis zur sozialen Inkompatibilität.

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  • Diether Grünenfelder: «Die Reise nach Limbo»

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    Wer Diether Grünenfelder persönlich kennt, wird in den beiden männlichen Protagonisten seines «Sittenbild einer alternden Szene» unschwer biografische Stücke von ihm selber finden. Wer ihn nicht näher kennt, sich selbst aber in der linken Szene im Grossraum Zürich bewegt hat, wird unschwer Bekanntes erkennen.

    Doch weder das eine noch das andere ist Voraussetzung zum Gewinn aus der Lektüre dieses Romans. Das «Sittenbild» liesse sich von manch anderer Stadt in der Schweiz, im deutschen Sprachraum, in Westeuropa überhaupt ähnlich schreiben, in etwas anderer Sprache, mit (mehr …)

  • Adrian Naef: «Die Rechenmachers»

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    Wir waren im selben Dorf aufgewachsen, nur ein Jahr auseinander, aber in zwei ganz verschiedenen Welten, Adrian als Jüngster in einer Bauernfamilie, ich als Ältester in einer Direktorenfamilie. Wir sind uns wissentlich nie begegnet – bis zu jener Vernissage im März 2014 von Diether Grünenfelders Buch «Reise nach Limbo». Beim Bier danach: Aha, Du bisch au vo Walisele? Wie heissisch dän Du? Und schon kannten wir uns irgendwie, obwohl wir sozusagen nichts voneinander wussten. Dann war da plötzlich Adrians Buch in meiner Post, über seine Kindheit in Wallisellen. Eine mir fremde Zeit und Welt, obschon ich die Namen der Orte mit (mehr …)

  • Buchstabensumme

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    Frage von Olivier Flechtner:                 

    Copyright-Hinweis: Die nächste Enigma-Frage stammt von meiner ältesten Tochter (9).
    Ihre Frage lautet: C + H = D.
    Warum?

    Hier das Ergebnis.

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  • WOR 3: Meere plündern – und dann?

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    Ende der Rohstoffe? Ersatz am Meeresboden! Die Kontinentalränder etwa bergen riesige Methanvorkommen; doch was geschähe bei deren Abbau? Könnten die aufgewirbelten Sedimente die Fische vertreiben? Könnte entweichendes Methan das Klima noch mehr anheizen? Sind nicht auch diese Rohstoffe einst erschöpft? Wär’s nicht klüger, wir lernen mit dem umzugehen, was da ist, und lassen die Bodenschätze im Meer? Ein ausführlicher und kritischer Bericht.

    World Ocean Review WOR 3, 2014, «Rohstoffe aus dem Meer – Chancen und Risiken», ISBN 3-86648-220-3

  • Stephen and Anthony Palumbi: The Extreme Life of the Sea

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    Noch ist die Vielfalt des Lebens in den Ozeanen weit erstaunlicher als auf den vom Menschen stark veränderten Kontinenten. Der Meeresbiologe Stephen Palumbi und sein Sohn Anthony, ein Wissenschaftsjournalist, beschreiben diese Vielfalt von ihren Extremen her: die frühesten und die ältesten Arten, die kleinsten und die grössten, die in der Tiefe und die an der Oberfläche, die kältesten und die wärmsten, die mit dem merkwürdigsten Sexleben, die schnellsten und die weitesten Schwimmer – bis hin zu extremen Arten der Zukunft, hervorgerufen durch Überfischung und Klimawandel. Ein faszinierendes und beklemmendes Lesebuch.

    Princeton University Press, 2014, ISBN 978-0-691-14956-1

     

  • Versalzene Weihnachtsbescherung

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    Frage von Regula Horner:

    Meine Mutter schmückte ganz wundervoll den Weihnachtsbaum. Meine Brüder hängten Päckli auf. Eines am Weihnachtsbaum. Welche Bescherung versalzte meiner Mutter gründlich die Weihnachtsfeier?

    Hier das Ergebnis.

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  • Peter Handke: «Noch immer Sturm»

     

     

     

     

     

    Ich bin kein Handke-Leser, kannte seine Bücher nicht, ein zwei Auszüge, mehr nicht. Interviews mit dem alten Autor in seinem Heim bei Paris haben mich auf ihn aufmerksam gemacht: seine ruhige, nachdenkliche Art des Redens. Als mich mein Bruder (wir schreiben beide gern) unlängst fragte: Kennst Du Handke? Nicht? Lies das, es ist fantastisch, nahm ich das Buch gerne mit auf meine Reisen. (mehr …)

  • Kulinarik vs. Musikalität

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    Frage von Olivier Flechtner:
    Welche unangenehme kulinarische Assoziation verbinde ich seit meiner Kindheit mit einem meiner musikalischen Lieblingsstücke?

    Hier das Ergebnis.

    Spielregeln

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