Interessantes Radio-Feature [1] über die Geschichte des Zürcher Schauspielhauses, erst nach der Machtergreifung der Nazis zum einer Internationale renommierten Sprechbühne geworden war, dank eines gewitzten Unternehmers und Direktors des damals noch privaten Hauses, vor allem aber dank der von ihm engagierten Schauspieler, die als Juden oder anderswie Verfemten in Deutschland nicht mehr auftreten durften.
(mehr …)Schlagwort: Faschismus
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Vergrabene Kriegsbeile ruhen nicht

Das Bologneser Autorenkollektiv Wu Ming folgt in seiner Romancollage «Kriegsbeile» einer fixen Idee. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs mussten sich viele italienische Partisanen in den Ostblock absetzen, um nicht liquidiert zu werden von Faschisten, die relativ problemlos in die Rolle von Polizisten, Richtern und Beamten schlüpften. Da KPI-Chef Togliatti nach dem Sieg der Christdemokraten bei der ersten Parlamentswahl der jungen Republik im Interesse nationaler Versöhnung angeordnet hatte, dass die Partisanen ihre Waffen abgeben, blieb der einzige Schutz, den die Partei den Kämpfern noch bieten konnte, der klandestine Abgang nach Jugoslawien, in die Tschechoslowakei oder nach Moskau.
Doch es ging das Gerücht, einige Partisanen seien ganz woanders hin ausgewichen, nach Indochina, als Kämpfer in den Reihen der dortigen Befreiungsarmeen. (mehr …)
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Liaty Pisani: «Das Tagebuch der Signora» (2007)
Die vor allem als Schöpferin des Agenten Ogden bekannt gewordene italienische Autorin legt mit dem «Tagebuch der Signora» eine brilliante Analyse der Verbindungen von alten Faschisten zu neuen menschenverachtenden Herrschaften aller Art vor, (mehr …)