
Moritzli nimmt seit zehn Tagen stetig zu.
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Wer jetzt schon wissen will, wie (m)ein Igel lebt, nachdem er wieder in die Freiheit gelassen worden ist, gibt sich diesen halbstündigen Film [1] mit faszinierenden Aufnahmen aus allen Lebensphasen, darunter ruppige Sexszenen, obersüsse Babies und nicht zuletzt der Beweis, dass Igel selbst in der Natur einfach überall hinscheissen, selbst auf den Eingang zur eigenen Hütte. Unglaublich, das alles!
Folge #07 — Folge #09
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(Ursprünglich publiziert auf Facebook)
[1] «Abenteuer einer Igelfamilie» – übrigens ein Naturfilm der wohltuenden Art, ohne musikalische Untermalung und mit wenig Geschwätz.
Irmy: Die fressen ja auch Obst und trinken Wasser am Bach.
Billo: Wenn’s keine Insekten hat.
Eva: Danke für den Tipp! Das werde ich mir unbedingt ansehen. Ich hatte ja letztes Jahr seit Jahren leider kein Igeli mehr in meinem MitteneinderStadthintermHausgarten. Es wurde so viel gebaut und es gibt so rücksichtslose Nachbarn und Pseudogärtner. Ich hoffe, dieses Jahr wird sich wieder eine Familie zeigen und ich darf sie allabendlich begrüssen, beobachten und des nachts an meinen Wasserstellen schmatzen, hüsteln, trippeln und sonst so einiges hören… Ich liebe sie einfach.
Ana: Nuja, wir dressierten Menschen würden gegebenenfalls auch überall «unter uns lassen», wenn man uns nicht zeitig aufs Töpfchen gezwungen hätt…

Moritzli und ich haben eine Menge gelernt in den zweieinhalb Wochen seit meinen letzten News, mit Rat von Fachpersonen auf Websites oder per E-Mail – und mit viel trial & error.
(mehr …)Kürzlich wurde ich unerwartet in meine eigene Vergangenheit entführt. Eine Historikerin und ein Historiker aus dem Kanton Zürich recherchierten Quellen zum Thema Waldsterben und waren dabei auch auf den Verein «WaldLeben» gestossen, den ich zusammen mit ein paar Freunden 1983 gegründet hatte – für die Erhaltung des Waldes überall auf der Welt.
Wir hatten nicht einfach auf dem plötzlichen Medienhype mitreiten und die üblichen Forderungen aus ökologischer Sicht stellen wollen, sondern eigenverantwortliches Handeln fördern und damit Glaubwürdigkeit und Machbarkeit solcher Forderungen an Politik und Wirtschaft beweisen. Unser Ziel war es gewesen, mindestens 100’000 Menschen in der Schweiz zu finden, die sich freiwillig bereit erklärten, ihre Autofahrten auf ein Minimum zu beschränken, ihre Wohnung bis höchstens 19 °C zu heizen – und von den Behörden auf allen Ebenen Taten zu fordern.

Ob ich Zeit für ein paar Fragen hätte? Ja, sicher; aber ich musste mich erst einmal in meinem Archiv wieder in unsere damaligen Aktivitäten einlesen, es war so viel geschehen für mich seither. Was ich auf Anhieb fand, war ein Ordner mit den Ausgaben der Zeitschrift «Luftpost», die wir von 1984 bis 1990 herausbrachten und die ich redigiert und gestaltet hatte. Und während ich durch die 32 Ausgaben blätterte, staunte ich immer wieder, was wir damals alles getan und geschrieben hatten. Es ging längst nicht nur ums Auto, auch wenn dessen Gebrauch im Zentrum stand. Einzelne Aktionen hatte ich vergessen, auch deren Zahl und Vielfalt. Waldbegehungen zusammen mit Förstern, Tourneen zu Fuss oder mit Ross und Wagen durch die Dörfer, kulturelle Veranstaltungen im öffentlichen Raum, Sternwanderung aus allen Regionen der Deutschschweiz aufs Rütli, Demonstration für saubere Luft in St. Gallen mit 4000 Menschen, kurze Besetzung der Quaibrücke oder von Parkplätzen in Zürich, Vorstösse an Krankenkassen wegen der Folgen der Luftverschmutzung, und so weiter. Grössere Aktionen hatten wir jeweils zusammen mit verschiedenen nationalen und regionalen Organisationen geplant und umgesetzt.
Die Art unseres Tuns hingegen war mir sogleich wieder vertraut. Der Verein «WaldLeben» zählte nur wenige Mitglieder, personell viel wichtiger waren die Menschen in den verschiedenen Regionen der Deutschschweiz, die sich autonom unter dem Motto «WaldLeben» zusammenfanden und aktiv wurden, graswurzelartig und ohne Direktiven von einer Zentrale. Meine Aufgabe als Initiant beschränkte sich auf die Redaktion der Zeitschrift als Mittel der Kommunikation untereinander und gegenüber einer interessierten Öffentlichkeit, auf Koordination soweit gewünscht und auf Gedankenanstösse. Die lose organisierten Gruppen in den verschiedenen Regionen bestanden aus Menschen, die sich aus anderen Zusammenhängen bereits kannten; einige von ihnen hatte ich zu Beginn kontaktiert, weil ich sie von früheren gemeinsamen Tätigkeiten kannte, beim Förderverein für Umweltschutzpapier und Selbstverwaltung, bei der Leser Zeitung, beim M-Frühling und ähnlichen Gelegenheiten.

Das anderthalbstündige Gespräch mit meinen beiden Interviewern war auch für mich selber sehr aufschlussreich, weil ihre Fragen wie Scheinwerfer in eine Zeit meines Lebens leuchteten, die längst vergangen schien. Mir wurde etwa bewusst, dass die damals heftige Diskussion um das Waldsterben und die damit verbundenen Aktionen beider Lager (Autoverzicht versus «Mein Auto fährt auch ohne Wald») rückblickend betrachtet als Trainingslager für die weit bedeutendere und heftigere Debatte um die Erderwärmung hätte dienen können. Wir hätten nur am Thema dran bleiben brauchen, als der Hype in den Medien vorüber war. Reportagen über den Zustand des Waldes in der Schweiz und in anderen Ländern wären auch zehn, zwanzig, dreissig Jahre später nötig und interessant geblieben; denn nur weil inzwischen Autos mit Katalysatoren und Industrieanlagen mit Abgasfiltern ausgerüstet werden mussten, waren die Ursachen der Luftverschmutzung und des Waldsterbens ja nicht an der Wurzel behoben worden. Die zunehmende Erderwärmung war für einigermassen informierte Zeitgenossen zwar schon damals als drohendes Hintergrundrauschen wahrnehmbar; aber es schien noch so fern, dass der thematische Bogen vom Waldsterben bis dorthin wohl zu weitgespannt schien, zumal damals die Kräfte schon zur Bekämpfung des sauren Regens sehr beschränkt waren. Hätten wir in unserem damaligen Aktivismus so langfristig gedacht, wie wir es von den Förstern bei den Waldbegehungen eigentlich gelernt hatten, dann hätten wir nicht nochmals von vorne beginnen müssen, als der Streit um die Erderwärmung begann.
Der Verein WaldLeben hatte sich nach ein paar Jahren nicht aufgelöst, weil das Problem in den Medien kaum mehr präsent war, und auch nicht wegen steter Geldknappheit. Wir gaben aus inhaltlichen Gründen auf. 1988 hatten wir die Idee für eine Volksinitiative zur Rationierung von Treibstoffen lanciert und zahlreiche Organisationen zur Stellungnahme und Mitarbeit eingeladen. Bei den Umweltorganisationen stiessen wir allerdings auf schroffe Ablehnung, einzig Greenpeace und die Schweizerische Energie-Stiftung begrüssten unseren Vorschlag. In einer Luftpost-Leserumfrage sprach sich eine knappe Mehrheit für die Idee aus. Auch die Mitgliederversammlung stand mehrheitlich hinter der Idee, beschloss aber, sie mangels Partnern fallen zu lassen. Gleichzeitig beschlossen wir die Auflösung des Vereins, da wir dessen Anliegen inzwischen wenigstens teilweise von anderen Organisationen wahrgenommen sahen. Der Name WaldLeben ging an die seit Jahren aktive Gruppe in Zürich über, die Luftpost wurde als unabhängige Zeitschrift weitergeführt und diente als Organ für den 1986 gegründeten Verein freund/innen/der/erde (Schweizer Mitglied im des Internationalen Verbands Friends of the Earth International), bis sich dieser sich Ende 1990 auflöste. (Später wurde Pro Natura zum Schweizer Mitglied von FOEI).

Meine Interviewer fragten, warum für uns das Auto im Zentrum unserer Argumentation gestanden hatte. Ich bin nicht sicher, ob wir uns das damals explizit überlegt hatten; vielleicht hatten wir das einfach intuitiv so entschieden. Jedenfalls ist das Auto, gerade in einem Land der Wohnungsmieter wie der Schweiz, für viele der einzige private Raum, über dessen Gebrauch sie einigermassen frei entscheiden können. Also war das Auto der beste Ansatzpunkt für die freiwillige Selbstbeschränkung, auf der wir aufbauen wollten. Mieter dagegen können bestenfalls ihren individuellen Konsum einer bestehenden Heizung beeinflussen; Werktätige haben so gut wie keinen Einfluss auf den Verbrauch fossiler Energie an ihrem Arbeitsort.
Weiter wollten sie wissen, ob denn WaldLeben vor allem Menschen links der Mitte angesprochen habe. Nein, ich erinnere mich an gute Begegnungen auf unseren Wanderungen von Dorf zu Dorf und, unter Führung lokaler Förster, durch die Wälder, mit bürgerlich, konservativ eingestellten Menschen, nicht zuletzt die Förster selbst, die schon für ihren Beruf eine konservative Haltung mitbringen müssen, um Bäume mit einer Lebensdauer von fünf oder mehr Menschengenerationen zu hegen und zu schützen. Und ich erinnere mich an ein Treffen mit dem damaligen, oft als stockkonservativ belächelten Bundesrat Alphons Egli, der eine Abordnung von uns empfing, während unsere bunte Truppe mit Ross und Wagen vor dem Bundeshaus wartete. Nach Ablauf der geplanten Viertelstunde wurde Eglis Sekretär nervös und zeigte immer wieder auf die Uhr; doch Egli wischte protokollarische und terminliche Bedenken beiseite: Ich will jetzt mit diesen jungen Menschen reden, denn das ist wichtig, was sie tun – und er entliess uns erst nach einer Dreiviertelstunde. Auch wenn dieser intensive persönliche Austausch hernach in der Politik kaum Folgen zeigte, vielleicht auch, weil Egli nach einer Amtsperiode schon wieder zurücktrat, zeigten diese und viele andere Begegnungen, dass das Waldsterben Menschen in allen Schichten und politischen Lagern betroffen machte, auch einen Freund, der damals der Autopartei nahestand, und auch meinen Vater, der mit den links-grünen Überzeugungen seiner Kinder grosse Mühe hatte, die persönliche Erklärung zur Reduktion seines Autogebrauchs aber unterzeichnete und ernst nahm.
Ja, wenn es uns gelungen wäre, diesen Brückenschlag mit Schwung weiterzutragen, auch über die Sprach- und Landesgrenzen hinaus, dann wäre die Gesellschaft vielleicht besser vorbereitet gewesen für die viel grösseren Herausforderungen durch die Erderwärmung, die heute immer mehr Menschen bewusst werden, viele aber auch hilflos machen. Kann sein, dass wir zu uns zu sehr dagegen sträubten, feste Strukturen für unser Tun zu schaffen. Allerdings glaube ich bis heute nicht daran, dass klar strukturierte und zentral geführte Bewegungen wirklich jene Veränderung bewirken, die notwendig ist, damit immer mehr Menschen lernen, anders miteinander und mit der Welt umzugehen.
PS:
Menschen anregen und befähigen, selber Schritte zu machen, hat mich immer besonders interessiert, auch später. Bei WaldLeben die «Persönliche Erklärung», in der M-Frühling-Zeitschrift Tips für Alternativen zum üblichen Konsum, bei KAGfreiland die Drehscheibe, über die sich Konsumenten und Bauern leichter finden konnten, bei fair-fish die leicht merkbare Formel «Fisch max. 1x im Monat» und für jene, die es genauer wissen möchten, den Fischtest.
Die Veränderung im Grossen wird nicht nachhaltig sein, wenn sie nicht im Kleinen gelebt wird.

La destra italiana si raduna periodicamente [1] per commemorare quanto gli italiani in Istria e Dalmazia abbiano sofferto sotto la brutalità del regime comunista di Tito dopo la seconda guerra mondiale – senza però menzionare la brutalità che le altre popolazioni di queste regioni avevano subito in precedenza sotto il regime fascista di Mussolini.

Moritzli wiegt jetzt 259 Gramm, die Zuwachsrate nahm auf 3,5 g/d ab, dabei frisst er (oder sie) doppelt so viel Katzenfutter wie die Zizzi.
Vielleicht liegt’s am Wechsel auf ein Futter ohne Getreide, das nun auch die Zizzi kriegt, bloss will sie sich nicht dran gewöhnen…
Aber scheissen tut er, und das überall, auch in seinen Schlafkarton, und selten sogar ins Igelklo, das ich ihm vor seine Tür gestellt hatte. Ab jetzt wird das anders gemacht: Der ganze Boden der grossen Kiste ist mit Streu gefüllt, ein frisch gekauftes Holzhäuschen (Idee Irmy) ohne Boden und der Fressnapf stehen darauf, und zweimal im Tag wird ausgemistet. Zwei angeweichte Kartonschachteln kommen auf den Müll.
Wie’s hilfsbedürftigen Artgenossen in Frankreich so geht, ist hier im Video zu sehen (mit Dank an Agnes).
Folge #05 — Folge #07
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(Ursprünglich publiziert auf Facebook)
Claudia: Ingegnoso!
Monika: Designerbleibe!
Monika: Der Igel wird sich nicht mehr auswildern lassen… ihm geht´s bei dir gar zu gut – prima, wie du das machst!
Billo: Nix da, im Frühling kommt er raus!
Anita: Es ist sehr wahrscheinlich, dass er dich danach auch immer wieder mal besuchen wird.
Ralf: Nun fehlt nur noch ein Sofa und ein kleiner Fernseher (Tablet), auf dem er die wilde Natur beobachten kann.
Joachim: Ich liebe diese Berichte! Vielen Dank für die Fürsorge und die Dokumentation.
Regine: Von der Sauce kriegt er Durchfall, würd0s abfließen lassen, ich sag’s nur, will aber keinesfalls ausgewildert werden!
Billo: Das Igeli gehört nach draussen, wenn’s wärmer wird, unter liebevoller Beobachtung solang nötig. Und Durchfall gibt’s bisher nicht, trotz ebensolchen Beobachtens.
Daniela: Futtertechnisch kannst du auch getrocknete Mehlwürmer und Kitten-Trockenfutter geben, statt Fleisch. Das hat dann eher den Geschmack, den die Insekten haben, die er dann selber suchen muss später.
Rhea: Es geht ja wohl ums Auffuttern und das machst du prima! Mit genügend Fettreserven ist beim Igel alles wieder gut. Können sich die meisten von uns nicht mehr vorstellen.
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