Eruv-Markierung in Kew Gardens, London (Foto: Tdorante10 / Wikimdedia Commons)
In Zürich haben strenggläubige Juden einen «Eruv» abgesteckt, eine Zone im öffentlichen Raum, in dem sie sich etwas freier bewegen können als es ihre strengen Schabbat-Regeln vorschreiben. Wann endlich wird die Trennung von Kirche und Staat ernst genommen? Kreuze, Kirchengeläut, Prozessionen, Verschleierung und andere Demonstrationen des privaten Glaubens haben im öffentlichen Raum einer aufgeklärten Gesellschaft nichts zu suchen.
Muss man als Linker tolerant sein gegenüber der Verschleierung von eingewanderten muslimischen Frauen, weil die Rechten dagegen hetzen? Eine lokale Betrachtung.
Den folgenden Post hatte ich Anfang Mai 2010 auf Facebook veröffentlicht und damit eine ausführliche Debatte entfacht, die mir über den Tag hinaus wert scheint, hier festgehalten zu bleiben. (Auffallend übrigens , dass langanhaltende Debatten inzwischen selten geworden sind, jedenfalls auf Facebook; Anm. d. Red., 09.12.2025)
Guenter hat auf seinem Facerbook-Profil eine interessante Debatte lanciert, die ich hier gern zugänglich machen möchte. Im Kern geht es darum, bis zu welcher Grenze unsere Gesellschaft tolerant sein soll gegenüber Gepflogenheiten von Menschen, die sie aus fremden Kulturen zu uns bringen – und mit welchen Mitteln wir für uns Selbstverständliches wie insbesondere die Rechte der Frauen durchsetzen. Bewirken Verbote Sinnvolles? Müssten Menschen abgewiesen werden, die sich bei der Einreise nicht auf unsere Gesetze verpflichten? Spielen wir nicht Rechtsaussen in die Hände, wenn wir weiterhin wegschauen?