
Leghennen wurden auf hohe Eierleistung gezüchtet, darum bleibt die Fleischleistung der männlichen Küken so bescheiden, dass sie gleich am ersten Lebenstag aussortiert und zu Tierfutter verhäkselt werden. Alle paar Jahre führt diese industrielle Rücksichtslosigkeit zu Protesten. Ende der 1980er Jahren wollten wir von KAGfreiland mehr tun als nur protestieren. So entstand das Projekt «Zweinutzungshuhn», das mit Zuchtlinien von Legehennen arbeitet, deren Legeleistung etwas kleiner, aber wirtschaftlich akzeptabel ist, bei gleichzeitig verbesserter Fleischleistung der Junghähne. Nach 40 Jahren hat sich das anfänglich belächelte Projekt durchgesetzt: die Schweizer Hühnerhalter verzichten auf das Töten der männlichen Küken.
(mehr …)