Monat: Mai 2026

  • Agricoltura biologica e la qualità

    Coop Italia è stata la prima catena di supermercati in Europa a inserire i prodotti biologici nel proprio assortimento. Sembra tuttavia che non abbia ancora pieno controllo della filiera dall’agricoltore al consumatore (almeno non nel caso di Coop Alleanza 3.0, la più grande cooperativa del sistema Coop Italia).

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  • TAX THE RICH?

    Der deutsche Multimillionär Sebastian Klein will neunzig Prozent seines Vermögens verschenken. (Screenshot aus dem hier zitierten Film)

    Würden die Vermögen des reichsten Prozent der Menschheit einer Steuer von einem Prozent unterworfen, spülte das jedes Jahr drei Billionen in die Kassen der Staaten, die damit bessere Schulen, ein Gesundheitswesen für alle, bessere öffentliche Dienstleistungen und die Bekämpfung von Armut finanzieren könnten. Den Superreichen ginge dabei nichts verloren, denn die Gewinne auf ihren Vermögen sind weit grösser als ein Prozent. Was würde diese Steuer also wirklich ändern?

    Dass Schwerreiche viel weniger zum Gemeinwohl beitragen und gleichzeitig sehr viel mehr Einfluss auf Politik und Wirtschaft haben, ist offenkundig. Eine Abgabe auf ihre grossen Vermögen ist daher gerechtfertigt, und viele Multimillionäre sind durchaus bereit dazu und organisieren sich sogar, um ihrer Forderung nach einer Steuer auf grosse Vermögen Nachdruck zu verleihen, wie ein Dok-Film des ORF zeigt [1].

    Selbst wenn die Reichensteuer auf zwei Prozent angehoben würde, wie einige der Multimillionäre verlangen, würde sich ausser der besseren Finanzierung der öffentlichen Aufgaben wenig an den Gründen für die zunehmende Kluft zwischen wenigen Superreichen und der Mehrheit der Habenichtse ändern ändern. Der grösste Teil der private Vermögen bleibt weiterhin auf eine extrem kleine Minderheit konzentriert und wird via Investitionen in Grundeigentum und Finanzgeschäfte automatisch in die Verfestigung der Kluft investiert.


    Private Vermögen begrenzen

    Warum sollen Superreiche nicht einen grossen Teil ihres Vermögens an die Allgemeinheit zurückgeben, ohne deren tägliches Tun und Konsumieren sie gar nicht der reich geworden wären? Sebastian Klein geht diesen Weg: von den 200 Millionen, die er beim Verkauf seiner App Blinkist eingenommen hatte, will er neunzig Prozent einer Stiftung übergeben, auf die er – anders als Bill Gates und andere Megastifter – selber keinen Einfluss haben wird. Auf diese Art untergräbt ein Superreicher tatsächlich das ungerechte System, dass ihm derart viel Geld beschert hat; mit den 20 Millionen, die ihm verbleiben, ist er immer noch bestens für den Rest seines Lebens ausgerüstet. Bleibt die Frage, ob die 180 Millionen nicht besser eingesetzt würden in staatlicher Hand oder ob angesichts des zunehmend fragwürdigen Spitzenpersonals in der Politik die Lösung bisher nachlässig der Probleme eben gerade in die Hand einer unabhängigen Stiftung gehören.

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    Für jene, die nicht so grosszügig mit ihrem unverhofften Reichtum umgehen wie Sebastian Klein ist auch eine andere Lösung in Diskussion: die Beschränkung privater Vermögen auf einen bestimmten Betrag, was diesen übersteigt, wird wegbesteuert oder müsste gestiftet werden. Auch so würden die Ursachen für die Kluft zwischen Reich und Arm, Mächtig oder Ohnmächtig stark beschnitten. Demokratie, Gerechtigkeit und Freiheit für alle erhielten wieder mehr Luft zum Atmen. Eine derartige Lösung wird sich freilich erst durchsetzen, wenn in den Parlamente und Regierungen vorwiegend Menschen tätig sind, die sich dem massiven Einfluss des grossen Geldes entziehen. Die Mehrheit der sogenannt einfachen Menschen wäre längst dafür.


    Nachsatz: Grundeigentum

    Die Wurzel der ökonomischen Ungleichheit liegt in der extrem ungerechten Verteilung des Eigentums an Boden. Wenige besitzen viel Land, die allermeisten müssen Miete dafür bezahlen, auf einem kleinen Stück Boden leben zu dürfen. Wenn Boden allen gehörte, also niemandem, hätte jeder Mensch das unverlierbare Recht auf die Grundlage seiner Existenz.

    Mehr dazu in «Über den bedingungslosen Anteil jedes Menschen an der Welt»


    [1] Christa Hofmann, ORF-Weltjournal (2025): «Überreichtum – Millionäre fordern Reichensteuer» (30′) oder auch hier zu sehen:

  • Planspiele um Geld, Macht und Disziplinierung

    Foto: Simon Mannweiler / Wikimedia Commons

    Stell dir vor, es gibt einige Menschen, die unermesslich reich geworden sind, als Financiers, Private Equity raiders oder sogar mit seriöser Arbeit wie mit Software, die auf der halben Welt fast unerlässlich geworden ist. (Falls dir beim Lesen dieser Geschichte der eine oder andere Name in den Sinn kommt, ist das wenn nicht unbeabsichtigt, so doch deine eigene Leistung.) Diese Menschen sind so reich geworden, dass sie gar nicht mehr anders können, als den Hals noch voller kriegen zu wollen: noch mehr Geld, noch mehr Einfluss, noch mehr Macht. Und darum haben sie drei Probleme: die Konkurrenz von Nachahmern, die Begehrlichkeit von Steuerbehörden und Neid der übrigen Menschheit. 

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  • Covid-Impfung: lasche Aufarbeitung in der Schweiz

    Ein Flippino musste bei der ersten Impfdosis wegen Angst vor Spritzen von zwei Soldaten festgehalten werden (M Joko Apriyo Putro / Wikimedia)

    Während der Pandemie hab ich mich eine Zeitlang relativ brav an die Anordnungen der (italienischen) Behörden gehalten: Maske, Handschuhe, Desinfektionsmittel, Lockdown, Impfung usw. Die veröffentlichte Angst sass auch mir im Nacken. Nach dem ersten Booster kamen mir Zweifel. Auf eine ehrliche Aufarbeitung der politisch und medial angeheizten Krise warte ich noch immer, zum Beispiel in meiner alten Heimat.

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  • Weniger Energie, mehr lokale Nähe, mehr Wohlbefinden

    Heizt, kocht und bringt Menschen zusammen (Foto: Babi Hijau / Wikimedia)

    Genau das, wofür ich schon lange plädiere: runter mit dem Energiekonsum, aber nicht als individueller Verzicht von Personen, die sich das leisten können, sondern als gemeinsame staatliche Anstrengung, zum Beispiel, um die Wege zu öffentlichen Dienstleistungen kurz zu machen.

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  • Merda al posto della cucina italiana

    Screenshot dall’intervista [1] con Giulia Innocenzi

    La dieta mediterranea è seguita dal 10% degli italiani, mentre tutti gli altri seguono un’alimentazione di tipo americano e consumano tre volte più carne rispetto ai propri nonni, come riferisce la giornalista investigativa Giulia Innocenzi [1].

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  • Igel-News #22: Zum Schluss

    Erinaceus europaeus (Foto: T137 / Wikimedia)

    Niemand hat Igel Moritz je wieder gesehen. Auch heute, zwei Jahre nach diesem Abenteuer, weiss ich nicht, wie es ihm nach der Wiederauswilderung geht. Ob er noch lebt? Welche Erinnerung an die Zeit in Pflegegefangenschaft er haben mag?

    Meine Erinnerung an jene Zeit als Pflegelehrling ist noch frisch, meine Schlussfolgerung daraus eher gemischt. Ich frage mich: Hab ich alles richtig gemacht? Und in Anlehnung an die aktuelle Auseinandersetzung um die fragliche Rettung des verirrten Buckelwals «Timmy» [1] frage ich mich auch, ob dieser verhungerte Jungigel überhaupt wieder fähig werden konnte, um in der Freiheit zu überleben.

    Natürlich würde ich einen Jungigel, den ich im Winter draussen antreffe, wieder zur Pflege aufnehmen; ich könnte ihn bei allen Zweifeln nicht einfach seinem sicheren Tod überlassen. So ähnlich muss es den Menschen gegangen sein, die sich wochenlang für Timmys Rettung und Transport in die Nordsee eingesetzt haben – unbeirrt von Warnungen aus berufenem Mund, der Wal werde in Freiheit nicht mehr überleben können. Hätte man ihn also besser in der Bucht, in der er auf Grund gelaufen war, in Ruhe sterben lassen oder gar aktiv von seinen Qualen erlösen sollen? Hätte ich dem kleinen Igel einen grösseren Dienst erwiesen, ihn einfach in der Wiese liegen und sterben zu lassen?

    Schwierige Fragen., zumal in einer Zeit, da die Welt aus den Fugen gerät und man nicht weiss, wo und wie eingreifen, damit Frieden einkehre unter den Menschen und zwischen ihnen und der Natur. Ist das Engagement für ein einzelnes Wesen, dem wir zufällig begegnen, eine Flucht? Oder ist das einfach das einzige, was wir derzeit tun können? Und ist Hilfe, die wir einem einzelnen Wesen bieten, Hilfe für die ganze Welt, wenn es viele tun?


    Danke!

    Ich bedanke mich herzlich für fachlichen Rat bei meinem alten, inzwischen leider verstorbenen Kollegen Bernhard Bader, Geschäftsleiter von Pro Igel Schweiz, bei Daniela Wiedenmann, Annekäthi Frei und Nina Lateier vom Igelzentrum Zürich, beim Centro Ricupero Ricci «La Ninna» in Novello, Piemont, und beim Wildtierarzt Rudi Lizzi. Und allen, die aufmerksam mitgelesen und mir einige Tips gegeben haben.


    Folge #21
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    [1] «Was ist ein Wal wert?»

  • Igel-News #01: Einleitung

    Westeuropäischer Braunbrustigel (Erinaceus europaeus)
    (Foto: kallerna / Wikimedia)

    Im Januar 2024 stolperte ich auf der Wiese hinterm Haus beinah über ein kleines Häufchen Elend: ein junger und ganz leichter Igel lag da im Gras eingerollt. Hm, was tun? Kurze Recherche im Internet, mit Kartonschachtel und ein paar Fetzen Tuch wieder raus, und rein mit ihm! Was dann bis Mai folgte, war für mich eine herausfordernde Lehre im Umgang mit einer mir bis dahin unvertrauten Tierart, deren Etappen ich auf Facebook dokumentierte. Von eifrig Mitlesenden aufgefordert, ein Buch darüber zu schreiben, hab ich mich nun, zwei Jahre später, dazu entschlossen, die Texte hier für ein geneigtes Publikum zu versammeln.

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