
Stell dir vor, es gibt einige Menschen, die unermesslich reich geworden sind, als Financiers, Private Equity raiders oder sogar mit seriöser Arbeit wie mit Software, die auf der halben Welt fast unerlässlich geworden ist. (Falls dir beim Lesen dieser Geschichte der eine oder andere Name in den Sinn kommt, ist das wenn nicht unbeabsichtigt, so doch deine eigene Leistung.) Diese Menschen sind so reich geworden, dass sie gar nicht mehr anders können, als den Hals noch voller kriegen zu wollen: noch mehr Geld, noch mehr Einfluss, noch mehr Macht. Und darum haben sie drei Probleme: die Konkurrenz von Nachahmern, die Begehrlichkeit von Steuerbehörden und Neid der übrigen Menschheit.
Der Konkurrenz erwehren sie sich, indem sie sie aufkaufen. Die Begehrlichkeit tricksen sie aus, indem sie die Steuerpolitik mitbestimmen und gleichzeitig ihr Vermögen in Stiftungen verschieben. Wie aber können sie sich dem Zorn der Habenichtse entziehen? Durch Disziplinierung der Massen. Und welche Problemfelder eignen sich hierfür besser als Bildung und Gesundheit? In beiden Bereichen können sie mit ihren Stiftungen für Wohlverhalten sorgen, pardon: wohltätlich werden. In den USA stehen ganze Schulbezirke unter dem Einfluss einer riesigen Stiftung, die sich für die richtigen Lehrinhalte engagiert. Das Beispiel könnte auch andernorts Schule machen. Wenn die kleinen Menschen von klein auf lernen, was ins Bild der ganz Reichen passt, werden sie zu braven Erwachsenen, die tun, was man ihnen sagt.
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Da dieser globale Erziehungsprozess aber erst längerfristig die erwünschte Wirkung bringen wird, braucht es auch schlagartig wirkende Massnahmen. Vor Krankheit haben alle Angst, man muss nur ein bisschen nachhelfen, wenn die Menschen allzu gesund sind und sich zu sicher fühlen. Die Stiftungen der Superreichen sind auch hier eine unübertreffliche Brechstange, besonders dann, wenn es gelingt, die einst zur Bekämpfung von Pandemien gegründete Weltorganisation mit immer grösseren Spenden zu infiltrieren, während man gleichzeitig dafür sorgt, dass die Beiträge der Staaten an dieser Organisation zusammengestrichen werden.
Einüben des Ernstfalls
Stell dir weiter vor, dass ein paar Superreiche über ihre Stiftungen zu einer gross angelegten Pandemieübung einladen: die von ihnen umfunktionierte Organisation, weitere Weltorganisationen aus Finanz und Politik, Vertreter wichtiger Staaten, Experten aus Wissenschaft, Medizin und Militär, und andere mehr. Hinter verschlossenen Türen wird ein Szenario durchexerziert, bei dem ein neues Virus den Tod von Hunderttausenden verursacht und dank der Mitwirkung von Medien und Behörden Milliarden von Menschen in Panik versetzt, also so eine richtig grosse globale Sache. Das Ziel ist freilich nicht die Panik, sie ist bloss das Mittel zur Disziplinierung der Massen. In der Pandemieübung wurde alles durchgespielt, von den Atemmasken über die Distanzregeln und die regelmässigen Tests bis hin zu den Lockdowns. Sind die Menschen endlich geplagt und verzweifelt genug, werden sie noch so froh sein, wenn schwuppdiwupp endlich eine Impfung bereitsteht, egal, wie unglaublich rasch sie auf den Markt gezaubert und für mehr oder weniger obligatorisch erklärt wurde. Das Ziel ist erreicht: den Menschen wurde Disziplin beigebracht, und die Superreichen werden dank rechtzeitiger Investitionen in die Impfindustrie noch reicher.
Stell dir schliesslich vor, dass eben dieses Szenario später Realität geworden ist. Praktischerweise brach das neue Virus in einem autoritär regierten Staat aus, in dessen angeblich hochsicherem Labor mit dem Virus experimentiert wurde. Nein, selbstverständlich ist es nicht aus Versehen dort entwichen, man hat es zuvor auf einem belebten Tiermarkt oder in einer Fledermaushöhle spazieren geführt. Der autoritäre Staat machte vor, wie man mit knallharten Massnahmen auf die drohende Pandemie reagiert; viele andere Staaten folgten dem Beispiel auf ähnliche Weise. Natürlich gab es Proteste und abweichende Meinungen von einigen Experten und Politikern; aber im Grundsatz wurde das zuvor eingeübte Szenario durchgezogen. Ein paar Jahre später ist die Debatte über die Angemessenheit der Massnahmen noch immer im Gang, es gibt Studien und Enquêtekommissionen, doch die mehrheitlich veröffentlichte Meinung hält am Szenario weitgehend fest.
Kapitalismus im Endstadium
Es kann also weitergehen, die nächste Pandemie kommt bestimmt. Ein Schelm, wer Böses denkt.
Zum Beispiel auf einem Kreuzfahrtschiff, das war ja schon bald nach Ausbruch des Covid-19-Virus ein hot spot. Was gibt es Praktischeres als Tausende von Menschen in temporärer Gefangenschaft auf engem Raum und ein Hantavirus, das man in Lateinamerika an Bord holt, weil die dortige Virusvariante selten auch von Mensch zu Mensch übertragen wird, potentiell mit tödlichen Folgen? Noch wiegelt die Weltpandemieorganisation ab, noch sind die Fallzahlen sehr überschaubar, noch ist kein Impfstoff gegen das Virus verfügbar; aber was nicht ist, kann ja noch werden…
Oder zum Beispiel der erneute Ausbruch des Ebola-Virus im von Kriegen gebeutelten Kongo. Für die aktuelle Virus-Variante gibt es ebenfalls noch keine Impfung; wer könnte sie sich im Kongo schon leisten, warum also soll die Industrie investieren? Sie muss warten, bis sich das Virus auch in Europa und Nordamerika verbreitet…
So geht Kapitalismus im Endstadium. Für die Kapitalisten von heute ist es kein Riskio, dass die Zahl der Konsumenten im Lauf wiederholter Pandemiespiele drastisch reduziert werden könnte; sie haben sich von der Realwirtschaft längst abgekoppelt, was brauchen sie da noch Konsumenten? Sie haben nur noch nicht gemerkt, dass auch sie in ihren gated communities an ihrem bloss etwas dickeren Ast sägen.
Ein paar Hintergrund-Vorschläge, in ungefährer Reihenfolge der Themen in obiger Geschichte:
Alex Blasdel, The Guardian (2026): «Slash and burn: is private equity out of control?»
Sally Ho, AP News (2018): «Analysis shows how Bill Gates influences education policy»
Andy Sterling, nature (2024): «The ‘Bill Gates problem’: do billionaire philanthropists skew global health research?»
Markus Mugglin, Infosperber (2020): «WHO wird bewusst schwach gehalten»
ARTE-Doku (2016): «Krankheiten nach Mass – Erfundene Krankheiten»
Doku-Film «Der Hype» von Markus Wyniger (2026) mit kritischen Stimmen zum Umgang von Politik, Medien und einem Kreis von Wissenschaftern mit der Corona-Pandemie
— Artikel über den Film: «Corona: Wissenschaftler ritten uns in den Lockdown»
Billo (2026): «Covid-Impfung: lasche Aufarbeitung in der Schweiz»
{unscripted}, 2026: «Epstein-Files enthüllt: Der geheime Pandemie Plan», Interview mit Stefan Homburg*, Professor für Öffentliche Finanzen
{unscripted}, 2026: «Arzt zerlegt die große Vitamin-D-Lüge der Regierung – Sie wollen dich krank!» Interview mit Michael Nehls*, Arzt und Molekulargenetiker, über die von der Impfindustrie bekämpfte Abgabe von hochdosiertem Vitamin-D-Hormon zur Behandlung von Infektionserkrankungen
* Homburg und Nehls wurden 2025 von der AfD nominiert für die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse. Beide sind in der etablierten Wissenschaftsgemeinde umstritten und stehen der mir extrem unsympathischen AfD nahe, was freilich ihre Kritik an den Massnahmen nicht per se unglaubwürdig macht, umso weniger, als einige etablierte und während der Pandemie gehypte Wissenschafter ja auch nicht wirklich richtig lagen…
Bettina Blass, ZDF (2025): «Was für die Laborunfall-Theorie von Covid-19 spricht»
NTV (2025): «BND muss keine Auskunft zum Ursprung des Coronavirus geben»
Robert-Koch-Institut (2026): «Ausbruch durch Hanta-Andesviren auf Kreuzfahrtschiff»
Florian Warweg, Ostdeutsche Allgemeine Zeitung (2026): «Hanta-Virus und US-Biolabore in Deutschland»
The Conversation (2026) «Ebola outbreak declared a global health emergency – what you need to know»
Pietro Vernazza, Infektiologe und Virologe, Infosperber (2026): «Ebola-Notstand 2026 – die offenen Fragen»
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