Die Vorstellung, dass wenige herausragende Köpfe schon wissen, was gut für alle anderen sei, war mir immer sehr fremd. Vielleicht verdanke ich das auch meinem Vater, der bei aller Liebe und allem Freiheitsdrang manchmal recht autoritär sein konnte.
Jenische in der Ostschweiz um 1900 (Autor unbekannt / Wikimedia Commons)
Die Schweiz ist noch immer ein Land, in dem die Bünzlis das Sagen haben, Pseudo-Heimatschützer, die ihr Land kaum je kritisch von aussen betrachten, obschon sie so oft in fernen Ländern ein paar Wochen Ferien verbringen, aber halt nur mit sich selber und für die schönen Föteli, die sie nachhause bringen. Der relativ knappe Sieg über die neuste fremdenfeindliche Volksinitiative der rechtskonservativen SVP ist nicht mehr als ein kurzes Aufatmen; der bis heute beschämende Umgang der Schweizer Regierung mit der jahrzehntelangen Verfolgung der jenischen Minderheit ist ein Zeichen dafür.
Die Parteichefs der italienischen Regierungskoalition: Matteo Salvini (Lega, Vizepremier), Georgia Meloni (Fratelli d’Italia, Premier) und Antonio Tajani (Forza Italia, Vizepremier)
Die von «geläuterten» Faschisten dominierte Regierungskoalition Italiens will noch rasch vor den nächsten Wahlen ein paar Tatsachen schaffen. Drei Beispiele:
Die Arbeiterbewegung und die aus ihr hervorgegangenen linken Organisationen haben es leider nie verstanden, sich dem zweifelhaften Charme von Obergenossen zu entziehen. Immer wieder heben sie Figuren auf den Schild, deren Programm vor allem aus ihnen selber besteht. Der Fall Jositsch ist bloss der bisher letzte einer langen Reihe.