
Weisch, was das isch, gäl?
En Panetone, genau.
Weisch, weren erfunde hät?
Nei, nöd t’Italiener und scho gar nöd die alte Römer.
En Mönch in Snaggale, Isch au scho lang her.
Weler de Pilger echli mee hät wele mit
uf de Wääg gee als nume troches Brot
häter de Teig mit Törfrücht vermischt.
Irgenden Becker in Italie hät sones Brot
xeh und s’anfange naamache.
Und vili vili Jaar schpöter isch de signore
Motta uf t’Idee choo, das ganzen es bitzli
z’induschtrialisere, und wel’s so guet lauft,
hänz anderi am Motta naagmacht.
Und drum staasch hüt zItalie im Supermärt
vorere rysige Uuswaal, ali Margge, ali
Wariante, ali Pryslaage, und wel’s sowiso
ales Induschtriwar isch, nimsch de biligscht
wel ales andere chasch jo gar nöd wüse.
Es git aber scho Becker wo iri Panetone
sorgfeltig vo Hand mached, es choschted
dän hald drüümal mee, aber voralem muesch
wüse wo’t sonen Becker findsch – in Sanggale
häz eine, würkli waar, muesch nu lose!
Hintergrund:
«Das Glück des Panettone ist flüchtig»
Der mehrfach preisgekrönte Bäcker Pietro Cappelli verrät, warum Sie einen Panettone sofort essen sollten, wie wetterfühlig der Weihnachtskuchen ist – und warum das umstrittene Gebäck aus Liebe besteht. Ein Gespräch zum Jahreswechsel. «Republik», 25.12.2025
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