
Nachdem Moritz sich seit Tagen nicht mehr in seiner Tannenholz-Heu-Stroh-Loge hat blicken lassen – was ein gutes Zeichen ist – hab ich das Hotel heute abgebaut.
Nun steht nur noch die umgekehrte Wanne, unter der ich ihm morgens und abends das Buffet serviere. Da er jeweils aller sauber verputzt, bin ich nicht alarmiert darüber, dass ich ihn nicht mehr gesehen hab.
Die Auswilderung geht gut voran. In den nächsten Tagen reduziere ich die Morgenration schrittweise bis auf Null, danach auch das Nachtmahl. Bis dahin bleiben die Warnschilder noch stehen.
Folge #20 — Folge #22
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Einige Reaktionen auf Facebook:
Anita: Wenn ich deine Berichte hier so verfolge, packt mich im Nachhinein fast ein schlechtes Gewissen. Ich habe Igel nach dem Winter einfach ohne Vorbereitungsmaßnahmen in den Garten verfrachtet. Abends bot ich ihr freilich noch etwas zu fressen an, wenn sie zur Wohnzimmertüre kam.
Renate: Würde ihn weiter füttern , eine Nachtsichtkamera aufbauen, ist so schön, dass er zum Fressen kommt. Vielleicht demnächst mit seiner ganzen Familie, so spannend und macht doch auch Freude und Neugierig . mit Grüssen an das stachelige Tierchen.
Billo: Renate, eben nicht! Igel sind Wildtiere und sollten sich grundsätzlich selber ernähren, abgesehen von Ausnahmen wie Winterfütterung von Magerchen wie in meinem Fall oder Zufütterung im Spätherbst für jene Igel, die zu wenig Nahrung fanden. Igel sind auf keinen Fall Heimtiere (ist übrigens gesetzlich verboten), und es ist auch aus gesundheitlichen Gründen nicht ratsam; denn Igel sind Träger von Parasiten, die beim Menschen sehr unangenehme Krankheiten auslösen können.
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