Autor: Billo Heinzpeter Studer

  • Kindliches Schreckstaunen, unbotmässig

     

     

     

    Du erzählst mutig, Romana. Zum einen, weil Du aus Deinem eigenen Leben als Mädchen und junge Frau erzählst und Dich dabei auszieht, bis Du so nackt auf dem Glastisch liegst wie Deine Geschichten, wenn sie erst als Idee da sind und Du sie zu verlieren fürchtest vor dem Aufschreiben, das warten muss, weil grad was Dringendes dazwischen kommt. Und zum andern, weil sich leicht überprüfen lässt, ob stimme, was Du mir erzählst.

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  • Die aus Passion aufs Meer fahren

     

     

     

    Die Römer Autorin Antonella Mei porträtiert in «I Passionauti» ganz unterschiedliche Menschen mit ihrer Passion für das Meer. In einem Land, dessen Küste fast 8000 Kilometer misst und das nicht zuletzt wegen seiner unzähligen Badestrände besucht wird, scheint das auf den ersten Blick selbstverständlich. Doch das Buch geht vom Erstaunen darüber aus, dass eine Kultur des Meeres gerade in Italien nicht besonders gepflegt werde, vor allem keine Kultur des Auf-dem-Meer-Seins.

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  • I passionauti

     

     

     

    Nel libro «I Passionauti» l’autrice romana Antonella Mei ritrae persone molto diverse, ma accomunate dalla passione per il mare. In un Paese, come l’Italia, con quasi 8000 chilometri di costa e conosciuto per le sue innumerevoli spiagge, sembra evidente che possa essere diffusa questa passione. Ma il libro rivela, invece, lo stupore per il fatto che, in Italia, non esista una profonda cultura del mare, o meglio dell’andare per mare.

    A questo proposito, occorre ricordare che anticamente i Romani si erano distinti non tanto per i viaggi in alto mare quanto per le navigazioni lungocosta. Furono i Vandali invece che, nel tardo periodo dell’Impero romano d’Occidente, dopo aver conquistato il Nordafrica, iniziarono ad attraversare audacemente il Mediterraneo muovendosi in tutte le direzioni e riuscendo così a depredare numerosi tesori, che furono, poi, in grado di riportare nel loro regno in Africa. Arrivarono a saccheggiare perfino Roma, anche se non la distrussero come sono diffamati da allora.

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  • Mit Robert Menasse in Brüssel

          

     

    Lieber Robert

    Dein längerer freiwilliger Aufenthalt in Brüssel hat uns nicht nur Deinen essayistischen «Europäischen Landboten» beschert, sondern nun auch einen wunderbaren Roman. In «Die Hauptstadt» kreuzen sich die Wege verschiedener älterer Herren, die in Brüssel was zu tun haben und in ihren Schicksalen miteinander verknüpft sind, ohne voneinander zu wissen. Noch gar ahnen sie, was gleichzeitig in der Europäischen Kommission an Plänen zur Feier des Jubiläums eben dieser Institution entworfen wird. 

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  • Die Autorin in der Autorin

    Claudia Storz war mir zum erstenmal aufgefallen, weil sie im Mitgliederverzeichnis der damaligen Autorengruppe Olten alfabetisch gleich vor mir gereiht war. Das war auch richtig so, denn im Gegensatz zu mir hatte sie schon einen Roman geschrieben, «Jessica mit Konstruktionsfehlern» (1977). Ich erinnere mich, dass ich ihn damals mit Bewunderung für die literarische Auseinandersetzung mit den schwierigen leiblichen Erfahrungen der Autorin gelesen hab.

    Erst vor kurzem und dank Facebook bin ich Claudia Storz wieder schriftlich begegnet und erfuhr so von ihrem neusten Buch, dessen Titel «Sperriges Leben» mich sogleich an die damalige Lektüre erinnerte.

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  • What a fish knows, perceives, feels…

    The North American ethologist Jonathan Balcombe is well-known to a broader public by his bestseller ‚Pleasurable Kingdom‘. His latest book ‚What a Fish Knows‘ published in 2016 does not take second place. On 250 pages the author comes across all kinds of fish species and shows us the unbelievable diversity of abilities to see, hear, smell, and sense, to the point of amazing cognitive performances of our ‚underwater-cousins‘.

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  • Willst, sprach er, Lakritz?

     

     

     

     

    Das ist einer der Tage, da mir unvermittelt dieser Satz wieder durch den Geist weht, der sich mir vor Jahrzehnten ins Gedächtnis gebrannt hat. Warum gerade dieser Satz aus dem so wunderbaren masurischen Geschichtenband «So zärtlich war Suleyken» von Siegfried Lenz? Als wär in diesem einen Satz die Quintessenz enthalten aus all dem mit zurückhaltend feinem Humor Erzählten.

    Wenn mir dieser Satz wieder zufällt, plötzlich, so wie heute, bin ich für einen Augenblick zurückversetzt in mein lesendes Hineinstaunen in eine damals schon fremde Welt, die ich, das war mir klar, eines Tages besuchen würde, wenn ich nach Danzig führe und endlich die Frische und die Kurische Nehrung entlang schritte, die ich mit dem Finger auf der Landkarte so oft nach deren Sein befragt hatte.

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  • Neue SBB-Destination

    Frage von Eva Eliassen Vecko:

    Seit dem letzten Fahrplanwechsel scheinen die SBB eine neue Destination im Fahrplan zu führen. Was war mein erster Gedanke, als ich diese Anzeige entdeckte?

    Hier das Ergebnis.

    Spielregeln

    Runde 2: Beendet am 19. Februar 2017

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  • Unfall – Schlaglicht – Bauernleben

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    Die Zürcher Autorin Barbara Lukesch wollte eigentlich einfach einmal ein Buch über das Leben von Bauern von heute schreiben. Ihre Verlegerin brachte sie mit einem absoluten «Spezialfall» in Kontakt: mit Wisi Zraggen, der bei einem Arbeitsunfall beide Arme verloren hatte und den Betrieb dennoch weiter leitet. Warum gerade ihn? Kann man denn das Leben von Schweizer Bauern ausgerechnet an einem Extrembeispiel darstellen? Was hat die Verlegerin geritten?

    Ich nehm also das Buch mit dem Untertitel «Die unglaubliche Geschichte des Wisi Zraggen» zur Hand und denke mir: Aha, hier erfahre ich, was dem Wisi Furchtbares passiert ist und wie er trotz

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  • Der Eishai und das Wissen vom Meer

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    Der norwegische Autor Morten Strøksnes hat einen Freund in Nordwestnorwegen. Hugo ist der Nachkomme der Fischer- und Fischhandelsfamilie Aasfjord, die auf den Lofoten einst eine grosse Fischfabrik betrieb, die seit Jahren vor sich hingammelt, seitdem die Konzentration des Fischhandels den Betrieb unrentabel werden liess. Hugo und seine Frau Mette wollen im fortgeschrittenen Alter dem Zerfall Einhalt gebieten und die alte Fabrik als Kulturzentrum wieder auferstehen lassen. Aber Hugo hat noch weinen anderen Traum: Zusammen mit Morgen will er einmal in seinem Leben einen Eishai fangen, deren Leber einst das allerbeste Öl für alle mögliche lieferte, für Farben zum Beispiel, und Hugo malt. Aber nicht deswegen soll eines dieser blinden, grossen und gefrässigen Individuen den Tiefen des Vestfjords entrissen werden; es geht vielmehr darum, einmal eines dieser legendären Tiere an der Angel zu haben und zu sehen. Es geht sozusagen um den Kick.

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  • Korruptionskrimi, aber echt!

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    Der Zürcher Entwicklungspionier Diether Grünenfelder schöpft aus dem Vollen. Anders als einst Gottfried Keller in seiner kritischen Beschreibung von  «Seldwyla» nennt er die Schweiz beim Namen, den Ort veruntreuter Entwicklungsgelder aus diesem reichen Land hingegen tarnt er als «Macandonia, wohl in der listigen Absicht, wir würden drum vermuten, es kämen mehrere Länder in der Dritten Welt in Frage. 

    Jedenfalls wird der Protagonist beauftragt, in Macandonia nach dem Rechten zu schauen, nämlich herauszufinden, wo denn die neun Millionen Franken aus Bern versickert sein könnten. Als einstiger Beamter im helvetischen Aussendienst und als dessen heutiger freier Berater ist Büeler froh um den Auftrag und freut sich auf ein Wiedersehen mit alten (mehr …)

  • Über künstliche Intelligenz, uralte Träume und das Ende menschlicher Hochmut [1]

    Zur kleinen Universität im helvetisch-mondänen Lugano gehört eines der weltweit führenden Institute für Künstliche Intelligenz (KI). Hier lehrt und forscht nebst anderen Jürgen Schmidhuber, ein nett aussehender Professor aus Bayern, der gern grobe Dinge sagt, wie jüngst im Interview mit einem Kulturredaktor des Tages-Anzeigers. Über die Folgen seines Forschens etwa: «Der Mensch wird keine dominante Rolle mehr spielen», oder: «Bewusstsein ist ein Nebenprodukt der Datenkompression». Er provoziert aber auch gern mit Sätzen über Dinge fern seiner Wissenschaft, wie: «Die Erfindung des Kunstdüngers war das wichtigste Ereignis im 20. Jahrhundert».

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  • Menschen zum Widerstand gegen Konformität erziehen

    Ich war, als ich Sozialpsychologie studierte, fasziniert von experimenteller Forschung, und Stanley Milgram war für mich ein Vorbild. Leider ist sein berühmtestes Elektrofolter-Experiment oft missbraucht worden als Beleg für die Schlechtigkeit des Menschen, und es ist wohl nicht so zufällig, dass seine Fortsetzung mit einer dritten, widerständigen Person nie so bekannt geworden ist – schliesslich hat ja irgend jemand seine Forschung finanziert, und wer genügend Geld hat, mag Widerständige nicht so sehr…

    Ein anderes Experiment in Milgrams Nachfolge wurde von Jonah Berger durchgeführt, der an der Wharton School an der Universität von Pennsylvania forscht und lehrt.
    Ort: Wartezimmer einer Augenklinik. Eine Gruppe von angeblich wartenden Patienten wird instruiert, sich jedesmal vom Sessel zu erheben. wenn ein Signalton ertönt. Eine ahnungslos hinzukommende echte Patientin, violett gekleidet, bleibt zunächst sitzen, folgt dann aber dem Beispiel der Gruppe, als zum dritten Mal ein Signalton zu hören ist. Danach werden die gespielten Patienten der Reihe nach aus dem Wartezimmer gerufen, bis die Dame in Violett ganz alleine im Raum sitzt; sie erhebt sich dennoch bei jedem weiteren Ton. Dann kommt ein weiterer echter Patient hinzu, der erst staunt, als sich die Damen beim Signalton erhebt, doch beim dritten Mal fragt, warum sie das tue. Sie habe das halt so in der Gruppe der zuvor Wartenden erlebt und mitgemacht, erklärt sie. Weitere echte Patienten kommen hinzu, alle übernehmen sie das Verhalten, ein einziger mit sichtbarem Widerwillen, dann aber doch.

    Nach Abschluss Experiments erklärte die inzwischen aufgeklärte Dame in Violett, da alle Wartenden sich beim Signalton erhoben, habe sie gedacht, sie müsse dsas auch tun, um nicht ausgeschlossen zu werden; sie habe sich so wohler gefühlt.

    Screenshot aus dem Video zum Experiment: https://www.youtube.com/watch?v=2oLfqjf-LWU

    Ich teile die nachfolgende Vermutung, von Charlotte Heer Grau, dass im eben vorgestellten stand-up-Experiment eine obstruktiv sitzenbleibende Person zu deutlich anderen Resultaten führen würde.

    «Ein spannendes Experiment, nicht so spektakulär und verstörend, wie die Experimente von Stanley Milgram in den 60ger Jahren, aber wohl genau so aussagekräftig.
    Unsere Sozialiserung formt uns, macht uns zu den Menschen, die wir sind. Wir wissen es eigentlich, spätestens seit Milgram. Zur Kenntnis nehmen will es doch kaum jemand. Milgram hat eines seiner Experimente ausgeweitet, damals. Aber über diese Versuchsanordnung wird nie gesprochen. Er führte einen dritten Schauspieler ein. Dieser widersetzte sich und wurde so zu einem Modell für die weiteren Versuchspersonen. Es waren in der Folge weniger Versuchpersonen bereit, so zu agieren, wie von ihnen verlangt.
    Ich behaupte: Würde man diesen Versuch hier mit einer Person ergänzen, die nicht nur nicht aufsteht, sondern die Situation auch zu diskutieren beginnt, es würden sich weitere Testpersonen „wehren“.
    Der Mensch ist ein lernendes Wesen. Hat er sich allerdings daran gewöhnt, dass „Autoritäten“ sagen, was Sache ist, ist es für sie ungleich schwerer, aus hergebrachten Mustern auszubrechen. Würden sie von Kind an lernen, dass man Dinge in Frage stellen kann, hätten sie es sehr viel einfacher, sich gegen unmenschliche, dumme, sinnlose Anordnungen, (Gebräuche, Verhaltensmuster, Denkweisen, Rollenklischees und weiteres mehr) zu wehren.
    Hier, meine ich, ist die Rolle der Medien so immens von Bedeutung. Eine Bedeutung, deren sich viele JournalistInnen nach wie vor nicht bewusst sind. – Und ja, ich habe hier alles in allem enorm verkürzt. Die Thematik ist komplex. Aber hier lohnt es sich, weiter zu denken!»

    Für die politische Praxis lässt sich ableiten: Es ist entscheidend, in Erziehung und Schule und peer groups Menschen darauf vorzubereiten, in Situationen kollektiven Drucks der eigenen Überzeugung treu zu handeln. Wir brauchen solche «Kristallisationskerne», um die herum sich Widerstand formieren kann. Und wir brauchen viele Menschen, die fähig sind, den Anfang zu machen, denn das sollte nicht immer den gleichen Wenigen überlassen bleiben, schon aus demokratietheoretischen Überlegungen nicht.

    PS:
    Übrigens sind Linke nach meiner Erfahrung genau so anfällig auf Konformitätsdruck und haben eine Ertüchtigung zum selbständigen Denken und zum Widerstand nicht weniger nötig als andere. Ich sage das hier nur der Vollständigkeit halber. Es soll nämlich nachher niemand kommen und sich damit herausreden, er/sie habe es nicht gewusst, weil ich es nicht speziell erwähnt hätte… Und nein, es gibt kein automatisches Widerständigkeits-Zertifikat für Linke.

  • Burka und andere Monstranzen

    Noch ein Versuch, die «Burka-Diskussion» aus dem engen Blickwinkel vermeintlicher Toleranz zu rücken. Warnung: Es  könnte einigen, die sich wie ich zur Linken zählen, nicht gefallen, wenn auch aus andern Gründen, als sie nun vermuten.

    Worum geht es eigentlich?
    – Es geht nur an der Oberfläche darum, ob eine Frau ihr Gesicht verhüllt.
    – Es geht auch nicht um Kleidervorschriften an sich. 
    – Es geht darum, jenen in den Arm zu fallen, die meinen, sie müssten ihre herrische Ideologie vor sich hertragen: Schaut her, wir sind die Guten! Ihr seid die Schlechten!

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  • Nicht Burka oder Niqab sind das Problem; aber dieses kommt im Schlepptau

    Ein paar Dinge scheinen immer noch ungeklärt in Köpfen links der Mitte. Nochmals ein Versuch, den Dingen auf den Grund zu gehen.

    Die Volksintiative der Rechtsaussenpartei SVP für ein Burkaverbot ist ein populistischer Schwindel; dieser Partei geht es einzig darum, weiter auf dem Hass gegen alles Fremde zu reiten, um weiter eine «grosse» Partei zu bleiben. Etwas anderes hat diese Partei nie verstanden und nie zustande gebracht, sie hat im Gegenteil schon viel von dem zerstört, was die politische Schweiz einst ausgemacht hat. Meine Stimme für diese Zerstörung kriegen die sicher nie.

    Dies vorausgeschickt, bin ich klar für ein Verbot der Kopfverhüllung in Europa.

    Wir sollten ein paar Dinge nicht vorschnell vermischen und in den falschen Topf werfen. Dass «der Westen», genauer die Regierungen, noch genauer die Kapitalisten in diesem Teil der Welt, seit ein paar Jahrhunderten Chaos im weit grösseren Rest der Welt verursacht haben, ist klar. Dass die Bevölkerung «im Westen» dabei etwas mitprofitiert hat, ist auch klar – die Absicht der Oberprofiteure war ja, das «eigene» Proletariat ruhig zu halten, weil man es in den Fabriken oder auch mal als Soldaten fern der Heimat brauchte. Die ganze Geschichte wurde dann immer mehr auf die Spitze getrieben (Stichwort «Globalisierung»), bis sie zu kippen begann.
    Nun kommen, späte Rache der Geschichte (von klugen Linken schon vor ein paar Jahrzehnten angesagt als «Einbruch der Peripherie ins Zentrum»), viele Menschen aus unlebbar gewordenen Gegenden der Welt zu uns, weil sie hier auf ein besseres Leben hoffen. Was folgt daraus?

    Sind nun wir hier, die bisher nur ein wenig mitprofitiert haben (immer weniger im Vergleich zu den Superprofiteuren, etwas mehr im Vergleich zu Menschen in fernen Ländern), fraglos verpflichtet, alles hinzunehmen, was diese Menschen aus der Ferne an Gewohnheiten (um es mal neutral zu formulieren) mit sich bringen und hier ausbreiten? 
    Müssen wir, nachdem es unseren Vorfahren endlich gelungen ist, die einstige Allmacht der Kirche in die Schranken zu weisen, und nachdem es unserer Generation gelungen ist, reaktionär verkrustete Gewohnheiten (s. o.) unserer Eltern und Grosseltern aufzulösen, jetzt aus Fremdenfreundlchkeit, Internationalismus, Toleranz oder was auch immer tolerieren, dass Menschen kommen, die so leben wollen (oder unter dem Druck von reaktionären Obermachos, Tradition usw.) so leben müssen, wie es bei uns vor ziemlich langer Zeit mal üblich war?
    Will jemand von Euch das Mittelalter wirklich zurück bei uns? Ich nicht. Und darum schreib ich schon gegen die ersten Anzeichen an. Die Burka, ich wiederhole mich, ist nicht das eigentliche Problem; aber sie zeigt das Problem an. Wenn dieses Anzeichen toleriert werden, kommt das Problem ungehindert mit.

    Die europäischen Staaten haben es bisher nicht verstanden, etwas zu tun, was in klassischen Einwanderungsstaaten wie etwa den USA selbstverständlich ist: Es gibt klare Regeln für den Eintritt ins vermeintliche Paradies. Persönlich würde ich es für richtig halten, wenn den nach Europa Einreisenden eine Liste von Dingen vorgelegt wird, die unter Androhung der sofortigen Ausschaffung nicht toleriert werden. Einreisen darf, wer es gelesen, verstanden und unterschrieben hat. Lieber hier eine Stunde pro Person für ein Gespräch «verlieren» als später Jahre aufreibender (und fruchtloser) Polizei- und Sozialarbeit. 


    Debatte rund um Burka et cetera

    ▶︎ Über Burka, Beschneidung und die Durchsetzung von Frauenrechten

    ▶︎ Burka zwischen links und rechts

    ▶︎ Weitere Beiträge zum Thema unter Suche: Burka

  • MitgliederInnen – oder wie jetzt?

    Leser/innen, LeserInnen – genderkorrekte Sprachkrücken, über die mensch beim Schreiben und beim Lesen stolpert, die unaussprechlich sind und nach Jahrzehnten verkrampfter Anwendung an den realen Verhältnissen nichts verändert haben.

    Und gelegentlich (ver)führen die Krücken gar zu lächerlichen Verirrungen wie etwa MitgliederInnen.

    Hin und wieder sann ich auf Besseres. Voilà, ein Vorschlag!

  • KAGfreiland: Kurswechsel ins Abseits?

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    Einige langjährige, aktive KAGfreiland-Mitglieder sind besorgt über bevorstehende Weichenstellungen, die der KAG-Vorstand in die Wege leiten will:

    • Die Tierhaltungs-Richtlinien sollen gelockert werden,
    • in der Vermarktung ist Zusammenarbeit mit einem Discounter vorgesehen,
    • politische Öffentlichkeitsarbeit tritt in den Hintergrund.

    Darum haben wir Ende 2015 eine Reihe von Anträgen eingereicht, die garantieren, dass die weit reichenden Entscheide nicht vom Vorstand getroffen werden, sondern von der Generalversammlung am 16. April 2016.

    Mehr Hintergrund? Hier ein paar Überlegungen zu einer Strategie für KAGfreiland.

    Bist Du ein stimmberechtigtes Aktivmitglied  von KAGfreiland? Dann lies die Anträge hier: Anträge – und nimm dann mit uns Kontakt auf.

  • Was kann ich für Kinder im Krieg tun?

    Zuerst publiziert auf Facebook am 13.11.2015

    «La classe» von FuturEveryone

    Am schlimmsten trifft der Krieg die Kinder. Doch auf ihnen ruht die grösste Hoffnung: dass sie heil aus dem Chaos herauskommen und dass sie sich eine bessere Welt schaffen als die, in der sie aufwachsen mussten.

    Schöne Worte. Wie könnten wir zum Heilen und zur Hoffnung beitragen? Was könnten wir hier konkret tun für Kinder, die in Syrien oder anderswo durch die Hölle gehen?

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  • Was man so träumt

    Bora record a Trieste a 170 km/h, 11/02/2012 (fotografo sconosciuto, preso da Facebook)

    Dann geht es plötzlich um das Verhältnis zwischen der Ostschweiz und dem Rest des Landes. In der heftigen Debatte mach ich schliesslich den Vorschlag, die Bahnverbindung zwischen Winterthur und St. Gallen bzw. Frauenfeld einfach einzustellen; dann müssten die Ostschweizer nicht mehr nach Zürich zur Arbeit fahren und die Zürcher müssten sich nicht mehr die Ohren zuhalten wegen dem spitzen Ostdialekt. Seltsamerweise waren alle einverstanden, und der Sturm legte sich.

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  • Über den bedingungslosen Anteil jedes Menschen an der Welt

    Ursprünglich publiziert auf Facebook am 08.08.2011

    Es steckt ein wahrer Kern in der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE); aber die geldbasierte Durchführung basiert auf einem Denkfehler. Denn Geld ist nicht der Grund der Dinge.
    Klüger, weil konsequenter wär’s, die Frage nach gerechter Subsistenz so anzugehn: Jeder Mensch hat durch Geburt und bis zu seinem Tod ein unverlierbares, aber eigentumfreies, also nicht verkäufliches und nicht vererbbares Anrecht auf einen für alle Menschen gleichen Anteil an den lebensnotwendigen Ressourcen. Jeder Mensch kann
    diesen Anteil selber nutzen oder vermieten oder durch Anmiete vergrössern, ganz wie er will.

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