
Nach dem Besuch beim Tierarzt setzte ich gestern abend den Rat eines alten Freundes und Igelexperten um: Ich stellte das Kartonschlafabteil und die kleinen Fress- und Trinkgefässe in eine hohe Plastikwanne.
Allerdings hat es dieser Sapperlot geschafft, aus der Wanne herauszukommen und sich in die andere Kartonschachtel zu legen, in die ich ihn ursprünglich gelegt hatte und die ich gedankenlos neben der Wanne liegen liess. Die kleinere Schachtel in der Wanne hatte zuvor als Transportbehälter zum Veterinär gedient; offenbar war das keine so gute Erfahrung gewesen (Moritzli* hatte auf dem Behandlungstisch sehr stark geatmet), und so zog er wohl die alte Schachtel vor, siehe Bild. Wie der Knirps das hingekriegt hat, ist mir ein Rätsel – mein Freund sagt allerdings, Igel würden in Bezug auf Kletterkünste und Cleverness häufig unterschätzt; der Drang nach Freiheit sei aber ein gutes Zeichen.
Nun hab ich die alte Schachtel in die Wanne gelegt; seither bleibt er brav in dieser geschützten Umgebung.
* Männchen oder Weibchen ist auch nach der tierärztlichen Untersuchung noch offen…
Folge #03 — Folge #05
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(Ursprünglich publiziert auf Facebook)
Einige Reaktionen auf Facebook:
Reta: Ein bisschen viel Veränderung halt, für Moritzli… aber er hat offenbar Kraft und Lebenswillen.
Silvia: Ich denke, der Cleverness nach, dass es ein Weibchen ist!!??
Katrin: Schlauer und sportlicher Bursche – falls Moritzli denn einer ist.
Reto: Wir «hatten» mal einen kleinen Igel. Der hat immer das Katzenfutter auf der Terrasse weggefuttert. Irgendwann gab’s nix mehr auf der Terrasse. Von da an kam er immer schnurstracks in die Wohnung gerannt. Die sind schon kclever.
Anita: Die alte Schachtel hatte wohl auch schon stark seinen Geruch (=meine «Wohnung») angenommen!
Findus: Jetzt pass aber auch auf! Als Ziehvater trägst du die Verantwortung für den Stachelbär!
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