Autor: Billo Heinzpeter Studer

  • Wann findet das Leben statt?

    Selbstportrait des Autors, 2019

    Sonntag! Endlich frei… Und was machst Du daraus? «Das Leben findet während der Arbeitszeit statt», sagt ein Psychologe. Das hat schon was – unter Umständen.

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  • Greenland: whose security is at stake?

    The Trump administration claims that the security of the USA is at stake as long as it does not take possession of Greenland. If anything, Canada should feel insecure given its proximity to this very dangerous huge island, while the US government should be more concerned that Russia might reclaim Alaska, which Tsar Alexander II sold to the USA in 1867.

  • Stalin wanted Germany to be united but neutral

    Zonengrenze beim S-Bahnhof Düppel, Berlin, 1955 (Bundesarchiv / Wikimedia Commons)


    It was not the Soviet Union that divided Germany after the war, but the United States. What a blessing a united but neutral Germany would have been for Europe!

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  • Nach dem Spitalalltag #24

    Ma a che cosa serve sto sgabello?
    What is the purpose of this footstool?

    Wozu ist ein Schemel gut?

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  • Krieg gegen Landschaft und Umwelt

    Die EU und viele ihrer Mitgliedsstaaten sind nicht erst seit gestern auf Krieg gebürstet. Der Agrarkrieg gegen Landschaft, Tiere und Umwelt wird schon seit Jahrzehnten geführt, mit massiven Subventionen der EU und der Länder, ohne die eine derartige Agrarindustrie gar nicht lebensfähig wäre.

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  • De bescht Panetone wos je häz giz

    Nöd würkli en Panetone, sondern es Pandoro mit ooni ales, eini vo de vilen Abarte vom Panetone wo t’Induschtry erfunde hät.

    Weisch, was das isch, gäl?
    En Panetone, genau.
    Weisch, weren erfunde hät?
    Nei, nöd t’Italiener und scho gar nöd die alte Römer.

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  • Europa stützt Marokkos schleichenden Völkermord

    Titelfoto Sahara-Info Dezember 2025, Schweizerisches Unterstützungskomitee für die Sahraouis (SUKS)

    Das Königreich Marokko verletzt seit fünfzig Jahren die Menschenrechte und das Völkerrecht gegenüber dem Volk der Sahraouis, der rechtmässigen Bevölkerung der Westsahara, die von Marokko vertrieben oder ihrer Lebensgrundlagen beraubt wird…

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  • Grün kaputt

    Screenshot aus dem zitierten Film

    Vor spätestens 42 Jahren war offensichtlich, in welchem Ausmass die europäische Wirtschaftsgesellschaft die Landschaft zerstört und das «fehlende Grün» durch lächerliche Massnahmen ersetzt – der Film «Grün kaputt» [1] von Dieter Wieland führte es 1983 allen vor Augen, die sehen wollten.

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  • Bitzli chlöpfe dörf’s scho: Die Angst vor dem eigenen Mut

    Feuerwerk in Zürich (Foto: Thomas Woodtli/Wikimedia)

    Die Schweiz ist nicht nur das Land der häufigen Volksinitiativen, sondern auch der dabei verpassten Chancen. Statt dass die Initiativen Debatten auslösen, die den Kern des Problems treffen, führen sie in der veröffentlichten Meinung oft zu Auseinandersetzungen über Nebensächliches. Das liegt daran, dass Initianten es selten wagen, das Anliegen ohne vorausgenommene Kompromisse und Ausnahmen auf die Agenda zu setzen, aus Angst, eine  Mehrheit könnte es als nicht realisierbar betrachten. Die Gegner nutzen das genüsslich aus, fokussieren die Diskussion auf die «ungenügenden» Ausnahmen und lenken so vom ohnehin «unrealistischen» Anliegen ab.

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  • Rettet der «starke Mann» Italien? Europa gar?

    2019: Europa geht es schlecht: Italien ist am Arsch, Grossbritannien weiss nicht, wohin, et cetera – damalige Betrachtungen und Diskussion, ursprünglich auf Facebook.

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  • Europa ist am Arsch – aus fehlgeleiteter eigener Kraft

    Hilfe! Die von Zeus in Stiergestalt entf¨ührte Europa. Statue in Agios Nikolaos, Kreta
    (Foto: Hammerwerfer 1 / Wikimedia)

    Im Lauf jahrhundertelangen Wohlergehens auf Kosten anderer Völker ist Europa bequem geworden. Die verwöhnte Bevölkerung in den europäischen Ländern lässt sich von zunehmend korrupten politischen und wirtschaftlichen Eliten an der Nase herumführen. Heute sitzt Europa zwischen allen Stühlen und sieht sich von lauter militärischen und wirtschaftlichen Feinden umgeben. Selbst der transatlantische Überpartner hat Europa militärisch den Rücken gekehrt und einen Wirtschaftskrieg erklärt. Wie kommen wir da wieder raus? Ein paar Vorschläge.

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  • Demokratie in Krisen und Krieg

    Reduitlinien in der Schweiz während des Zweiten Weltkriges. Die blaue Zone zeigt das Rückzugsgebiet in den Alpen. (Grafik: Auge=mit/Wikimedia auf der Basis einer Karte von OpenStreetMap, 2020).

    Die vermutliche zweitälteste Demokratie – die älteste ist bei weitem nicht, wie oft behauptet, jene der doch recht jungen USA mit ihren seltsamen Strukturen, sondern die mehr als tausendjährige in Island –, also die vielgelobte «direkte» Demokratie der Schweiz zeigt in jüngster Zeit Schwächen. Die Covid-Krise wurde von einer weitgehend eigenmächtigen Landesregierung gemanaged, und in der Folge gefällt sich ein rechtsnationaler Inhaber des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation darin, vor allem per Verordnungen zu regieren. Das tun andere Regierungen in sogenannt demokratischen Ländern schon länger, ich beobachte dies vor Ort in meiner neuen Heimat Italien; für die Schweiz ist das eher neu. Glaubte ich, bis zu einer Recherche der WoZ [1] über das Verhalten von Armeespitze und Landesregierung im Zweiten Weltkrieg, die bei einem Angriff die Bevölkerung schutzlos zurückgelassen hätten. 
    Wir müssen über Demokratie reden.

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  • Muss die Linke auf social media besser werden als die Rechte?

    Faschismus #12

    Unter dem Titel «Anatomie des britischen Rechts­rucks» ging Peter Stäuber in der «Republik» vom 25.11.2025 [1] den Gründen für das Erstarken der britischen Rechtsextremen in Gross­britannien nach, die sich  «auf der Strasse, in den Medien und in der Politik neu formiert hat», und fragt: «Kann die Linke noch dagegen ankommen?» Fast könnte beim Lesen der Eindruck entstehen, die Linke müsse einfach besser werden auf Tiktok & Co als die Rechte. Nein: sie muss die treffenderen Botschaften haben.

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  • Kuschen vor Zöllen oder handeln?

    Collage mit einem Ausschnitt aus einer Foto
    von Die Weissenhofer (Wikimedia Commons)

    In den 1990er Jahren gehörte ich zu den links-grünen Kritikern der geplanten Umwandlung des Allgemeine Zoll- und Handelsabkommens (GATT, seit 1948) in die Welthandelsorganisation (WTO, ab 1995). Wir befürchteten eine Zunahme der globalen Handelsströme und des von mächtigen Staaten subventionierten Wettbewerbs um tiefe Preise bei gleichzeitiger Verwässerung staatlicher Umwelt- und Sozialnormen. Müsste ich also glücklich sein darüber, dass die USA den Welthandel durch hohe Zölle erschwert? Nein.

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  • Was darf man einer deutschen Regierung glauben?

    NATO-Kampfflieger vor dem Einsatz gegen Serbien (Screenshot aus dem im Artikel zitierten ARD-Report)

    Es gibt in deutschen Regierungen eine fatale Tradition, Kriege herbeizubegründen. «Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!» – ein Grund lässt sich immer konstruieren. So auch 1999 für die völkerrechtswidrigen Luftangriffe der NATO auf Serbien. Und heute?

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  • Pinkeln mitten in der Nacht

    Überschwemmung in Küsnacht, 1878 (Bild: Zentralbibliothek Zürich / Wikimedia Commons)

    Ich muss in die Stadt, letzte Vorbereitungen für eine Veranstaltung, an der ich referieren werde. Mit viel Material beladen, aber gemütlich schlendere ich von zuhause in meine kleine alte Stadt; ich bin eh vor der Zeit. Als ich im Zentrum der Stadt ankomme, das mir immer fremder erscheint, einige ungewohnt hohe Häuser erinnern mich eher an meine Verirrungen jüngst in Milano [1], fällt mir ein, dass ich noch einen Würfel kaufen müsste für das Spiel, das ich am Ende eingeplant hab, um zu ermitteln, wer den Preis gewinnt. Also kleiner Umweg zum Spielzeugladen, dort die kleine Gasse hinab. Unversehens steh ich vor einer Menge Wasser, die sich unten angesammelt hat; keine Chance, da durchzukommen, alles überschwemmt. Hm, ich suche einen anderem Weg ums Zentrum herum; aber es führt keine begehbare Strasse mehr auf die andere Seite der Stadt. 

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  • EU: ein Club der Konzerne – die Beiträge bezahlen wir Kleinen

    Containerschiff einer der führenden Reedereien, der dänischen Maersk, im Hafen von Koper, Slowenien
    (Foto: Petar Milošević / Wikimedia Commons)

    Zwei jüngste Beschlüsse der EU zeigen beispielhaft, dass die realexistierende EU immer mehr zu einer Veranstaltung der Umverteilung von unten nach oben wird. Das EU Parlament hat soeben das Lieferkettengesetz gelockert, und die EU-Kommission will die Freigrenze von 150 Euro für eingeführte Waren streichen.

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  • Ja, dän gönd doch äntli is Usland – Washington eifach!

    Christopoh Blocher am St. Gallen Symposium 2006 und Magdalena Martullo Blocher, 2017
    (beide: Wikimedia Commons)

    Die politische Schäden für die Schweiz, den Blocher Vater und Tochter seit Jahrzehnten  angerichtet haben, ist unendlich viel grösser als der eventuelle Verlust an Steuereinnahmen, falls die beiden Milliardäre nach Annahme der Erbschaftssteuer-Initiative der Jusos tatsächlich auswandern würden. Das wäre im Gegenteil ein Gewinn, der dem Land nicht nur politisch, sondern auch volkswirtschaflich zugute käme. Der Auszug der beiden angeblichen Superpatrioten würde endlich allen die Augen öffnen.

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  • Wenn ein See stirbt.

    Screenshot aus «The White Meadows» von Mohammad Rasoulof

    «The White Meadows» – selten hat mich ein Film körperlich derart gefesselt [1]. Bilder von schmerzend klarem Weiss, in denen sich schwarze Figuren langsam in einem archaischen Geschehen bewegen.

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  • Das Heldenproblem

    Aus Medien aller Art schauen uns unablässig die immer gleichen führenden Personen an. Sie richten es für uns. Wirklich? Warum nehmen wir nicht selber und gemeinsam an die Hand, was uns betrifft?

    Birgitta Jónsdóttir (Screenshot aus dem erwähnten Film)
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