Interessantes Radio-Feature [1] über die Geschichte des Zürcher Schauspielhauses, erst nach der Machtergreifung der Nazis zum einer Internationale renommierten Sprechbühne geworden war, dank eines gewitzten Unternehmers und Direktors des damals noch privaten Hauses, vor allem aber dank der von ihm engagierten Schauspieler, die als Juden oder anderswie Verfemten in Deutschland nicht mehr auftreten durften.
Ein Flippino musste bei der ersten Impfdosis wegen Angst vor Spritzen von zwei Soldaten festgehalten werden (M Joko Apriyo Putro / Wikimedia)
Während der Pandemie hab ich mich eine Zeitlang relativ brav an die Anordnungen der (italienischen) Behörden gehalten: Maske, Handschuhe, Desinfektionsmittel, Lockdown, Impfung usw. Die veröffentlichte Angst sass auch mir im Nacken. Nach dem ersten Booster kamen mir Zweifel. Auf eine ehrliche Aufarbeitung der politisch und medial angeheizten Krise warte ich noch immer, zum Beispiel in meiner alten Heimat.
Heizt, kocht und bringt Menschen zusammen (Foto: Babi Hijau / Wikimedia)
Genau das, wofür ich schon lange plädiere: runter mit dem Energiekonsum, aber nicht als individueller Verzicht von Personen, die sich das leisten können, sondern als gemeinsame staatliche Anstrengung, zum Beispiel, um die Wege zu öffentlichen Dienstleistungen kurz zu machen.
Screenshot dall’intervista [1] con Giulia Innocenzi
La dieta mediterranea è seguita dal 10% degli italiani, mentre tutti gli altri seguono un’alimentazione di tipo americano e consumano tre volte più carne rispetto ai propri nonni, come riferisce la giornalista investigativa Giulia Innocenzi [1].
Niemand hat Igel Moritz je wieder gesehen. Auch heute, zwei Jahre nach diesem Abenteuer, weiss ich nicht, wie es ihm nach der Wiederauswilderung geht. Ob er noch lebt? Welche Erinnerung an die Zeit in Pflegegefangenschaft er haben mag?
Meine Erinnerung an jene Zeit als Pflegelehrling ist noch frisch, meine Schlussfolgerung daraus eher gemischt. Ich frage mich: Hab ich alles richtig gemacht? Und in Anlehnung an die aktuelle Auseinandersetzung um die fragliche Rettung des verirrten Buckelwals «Timmy» [1] frage ich mich auch, ob dieser verhungerte Jungigel überhaupt wieder fähig werden konnte, um in der Freiheit zu überleben.
Natürlich würde ich einen Jungigel, den ich im Winter draussen antreffe, wieder zur Pflege aufnehmen; ich könnte ihn bei allen Zweifeln nicht einfach seinem sicheren Tod überlassen. So ähnlich muss es den Menschen gegangen sein, die sich wochenlang für Timmys Rettung und Transport in die Nordsee eingesetzt haben – unbeirrt von Warnungen aus berufenem Mund, der Wal werde in Freiheit nicht mehr überleben können. Hätte man ihn also besser in der Bucht, in der er auf Grund gelaufen war, in Ruhe sterben lassen oder gar aktiv von seinen Qualen erlösen sollen? Hätte ich dem kleinen Igel einen grösseren Dienst erwiesen, ihn einfach in der Wiese liegen und sterben zu lassen?
Schwierige Fragen., zumal in einer Zeit, da die Welt aus den Fugen gerät und man nicht weiss, wo und wie eingreifen, damit Frieden einkehre unter den Menschen und zwischen ihnen und der Natur. Ist das Engagement für ein einzelnes Wesen, dem wir zufällig begegnen, eine Flucht? Oder ist das einfach das einzige, was wir derzeit tun können? Und ist Hilfe, die wir einem einzelnen Wesen bieten, Hilfe für die ganze Welt, wenn es viele tun?
Danke!
Ich bedanke mich herzlich für fachlichen Rat bei meinem alten, inzwischen leider verstorbenen Kollegen Bernhard Bader, Geschäftsleiter von Pro Igel Schweiz, bei Daniela Wiedenmann, Annekäthi Frei und Nina Lateier vom Igelzentrum Zürich, beim Centro Ricupero Ricci «La Ninna» in Novello, Piemont, und beim Wildtierarzt Rudi Lizzi. Und allen, die aufmerksam mitgelesen und mir einige Tips gegeben haben.
Im Januar 2024 stolperte ich auf der Wiese hinterm Haus beinah über ein kleines Häufchen Elend: ein junger und ganz leichter Igel lag da im Gras eingerollt. Hm, was tun? Kurze Recherche im Internet, mit Kartonschachtel und ein paar Fetzen Tuch wieder raus, und rein mit ihm! Was dann bis Mai folgte, war für mich eine herausfordernde Lehre im Umgang mit einer mir bis dahin unvertrauten Tierart, deren Etappen ich auf Facebook dokumentierte. Von eifrig Mitlesenden aufgefordert, ein Buch darüber zu schreiben, hab ich mich nun, zwei Jahre später, dazu entschlossen, die Texte hier für ein geneigtes Publikum zu versammeln.
Varieties of Bambara groundnuts (screenshot from the video [1] mentioned)
European colonialists destroyed local food sovereignty to make way for industrial crop cultivation. In North America, they wiped out the bison so that they could raise cattle and grow wheat on the prairies instead. In West Africa, they distributed peanut and soybean seeds free of charge to local farmers so that they could produce oil for export, thereby displacing the traditional Bambara groundnut (Vigna subterranea), a legume that had provided the local population with a cheap, resource-efficient and nutritious staple food that did not depend on imported fertilisers and minerals for its cultivation.
’You don’t play with your food!’ — that’s what I was told time and time again as a child. Strangely enough, there was one seasonal exception to this rule.
Legehennen mit erwachsenem Hahn auf einem KAGfreiland-Hof, vorn im frei zugänglichen gedeckten Auslaufbereich, hinten im Stall; die Weide ist hier nicht abgebildet. (Foto: Billo Heinzpeter Studer)
Leghennen wurden auf hohe Eierleistung gezüchtet, darum bleibt die Fleischleistung der männlichen Küken so bescheiden, dass sie gleich am ersten Lebenstag aussortiert und zu Tierfutter verhäkselt werden. Alle paar Jahre führt diese industrielle Rücksichtslosigkeit zu Protesten. Ende der 1980er Jahren wollten wir von KAGfreiland mehr tun als nur protestieren. So entstand das Projekt «Zweinutzungshuhn», das mit Zuchtlinien von Legehennen arbeitet, deren Legeleistung etwas kleiner, aber wirtschaftlich akzeptabel ist, bei gleichzeitig verbesserter Fleischleistung der Junghähne. Nach 40 Jahren hat sich das anfänglich belächelte Projekt durchgesetzt: die Schweizer Hühnerhalter verzichten auf das Töten der männlichen Küken.
Zionistische Interessengruppen machen sich vermehrt und ohne Tarnung auf Facebook bemerkbar, auch bei einem Zielpublikum, das mit zionistischer Ideologie gar nichts zu tun. Wer dagegen auftritt, riskiert wie ich Verleumdung und Ausschluss.
«Eine Kartoffel für Rösti», Klimademo vom 30.09.2023 (Foto: MHM55 / Wikimedia Commons)
Jene Rechtspopulisten, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Schweiz (SRG) den Geldhahn zudrehen wollten, haben gestern an der Wahlurne eine klatschende Ohrfeige erhalten: ihre mit sehr viel Geld propagierte Volksinitiative wurde von einer klaren Mehrheit (62%) Prozent abgelehnt. Dennoch kriegt die SRG massiv weniger Geld, weil ein par Lumpen das wollen.
The Gulf states complain that they are being hit by Iranian missiles. They believed that hosting US military bases would keep them safe, but are surprised to find that these bases do not serve to provide them with security at all — quite the contrary. They have simply forgotten what former US Secretary of State Henry Kissinger said: ‘It may be dangerous to be America’s enemy, but to be America’s friend is fatal.’
The ongoing war against Iran will certainly change the Middle East and US assets there.
La decisione sul futuro dell’Iran spetta agli iraniani stessi, mentre io non ho voce in capitolo. In realtà mi si spezza la voce; posso solo stupirmi di alcune dichiarazioni riportate dai media occidentali, in cui vengono citati emigranti iraniani, probabilmente selezionato tra quelli con la voce più forte, in favore dell’aggressione sionista e di un scià presunto, mentre le voci della stragrande maggioranza rimasta nel Paese si sentono sempre meno.
Bild: Beweisstück 1 auf Beweisstück 2: Patienten-ID auf dem Print einer stark vergrösserten Nahaufnahme eines postoperativen Hämatoms an einem hinlänglich nicht mehr lokalisierbarem Ort.
Man gönnt sich ja nichts, also muss auch ein Leistenbruch operiert werden, zumal ein Stück Darm darin verklemmt ist. Weh tut’s zwar nicht, aber auf Dauer ist’s doch etwas hinderlich, also besser im fortgeschrittenen Alter reparieren als irgendwann noch später in noch höherem Alter.
Warum wählt sich jemand einen neuen Vornamen und lässt ihn sogar behördlich anerkennen? Why would someone choose a new first name and even have it officially recognised?
The 55,000-year-old Adorant figurine from a cave in the Swabian Alps contains symbols that may encode similar amounts of information as the earliest forms of written language. (Photo: Landesmuseum Württemberg / Hendrik Zwietasch, CC BY 4.0)(mehr …)
Die schrittweisen Enthüllungen über das unerwartet enge Verhältnis zwischen dem führenden anarchistischen Intellektuellen Noam Chomsky und dem Investmentbanker, Networker und Massenvergewaltiger Jeffrey Epstein haben in der jüngsten Phase der Aktenöffnung besondere Aufmerksamkeit erregt, sowohl in rechten wie in linken Kreisen. Nach dem ersten Pulverdampf und diversen Ablenkungsmanövern versuche ich, die Dinge für mich zu ordnen.
Schiessfest von Ewiggestrigen mit der Flagge der Konföderierten, unter der einst die Südstaaten der USA für die Fortsetzung der Sklaverei in den Bürgerkrieg gegen die Nordstaaten zogen. (Still aus dem erwähnten Film)
Derzeit aktiviert die Administration Trump alle Mittel, um die Midterm-Wahlen vom November 2026 entweder gar nicht stattfinden zu lassen oder aber nur so, dass er und seine Partei weiterhin die Mehrheit in beiden Parlamentskammern behalten. Ist die angeblich «älteste Demokratie» in Gefahr?
Ich bin begeistert, aber nicht etwa, weil im vorliegenden Fall die Resultate meine Erwartungen bestärkt hätten. Nein: Was mich begeistert, ist die neugierige Offenheit, mit der eine Forscherin und ein Forscher jahrzehntelang der beobachtbaren Realität begegnet sind. Nur so konnten sie entdecken, was keiner zuvor erforscht hatte, und nur so konnten sie dank Ergebnissen, die zu akzeptieren auch ihnen selber zunächst schwer fiel, ganz neue Erkenntnisse gewinnen.
U.S. Army paratroopers of the 173rd Airborne Brigade prepare to board C-17 Globemaster III’s in support of Operation Iraqi Freedom on March 23, 2003 at Aviano Air Base, Italy. (Foto: Stephen Faulisi, U.S. Air Force / Wikimedia Commons)
Überall dort, wo «der Westen» in den letzten Jahrzehnten einer nach Freiheit rufenden Bevölkerung (oder einer kleinen Minderheit, die sich dafür ausgegeben hat) nach Freiheit «zu Hilfe» geeilt ist, um das herrschende Regime zu stürzen, ging es den Menschen und ihrem Land danach meist noch schlechter. Ja, auch in jenen Fällen, in denen die Mehrheit schon zuvor allen Grund zu leiden hatte.