Autor: Billo Heinzpeter Studer

  • Un omicidio del tutto inatteso

    Dietro un titolo fuorviante si nasconde un intelligente romanzo giallo – attenzione: elevato rischio di dipendenza! – con una storia non improbabile ambientata nella fittizia cittadina emiliana di Valdenza*, raccontata in modo spiritoso, pur toccando temi seri della società italiana e in particolare i rapporti tra uomini e donne. Nel suo primo romanzo giallo, l’autrice si cimenta nei panni del narratore maschile Ricco, nel cui piccolo bar, un’ex-latteria, la gente si ritrova per un caffè al mattino e per festeggiare il dopo il lavoro. È una vita semplice e tranquilla che gli piace e che gli permette di osservare le persone con uno sguardo amorevolmente ironico, compreso se stesso.  

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  • Ein ganz unerwarteter Mord

    Hinter dem irreführenden Titel verbirgt sich ein kluger Kriminalroman – mit mittelmässigen Italienischkenntnissen flüssig zu lesen, aber Obacht: Suchtgefahr! – mit einer nicht unwahrscheinlichen Geschichte, die in der fiktiven emilianischen Stadt Valdenza* spielt, in einem witzigen Stil erzählt wird und gleichzeitig ernste Themen der italienischen Gesellschaft und insbesondere der Beziehungen zwischen Männern und Frauen berührt. In ihrem ersten Kriminalroman schlüpft die Autorin in die Rolle des männlichen Erzählers Ricco, in dessen kleiner Bar, einer ehemaligen Molkerei, man sich morgens zum Kaffee trifft und abends nach der Arbeit feiert. Es ist ein einfaches, ruhiges Leben, das er geniesst und das ihm erlaubt, die Menschen mit einem liebevoll-ironischen Blick zu beobachten, auch sich selbst.

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  • Igel-News #11: Maschendraht-Pläne

    Stefan Raab: Maschen-Draht-Zaun, Lied (3’44“)

    Inzwischen wiegt Moritz seit vier Tagen stabil etwas über 450 Gramm, nachdem ich die Futterration etwas reduziert hab. (Das von dir empfohlene Igelfutter wird demnächst aus Deutschland zugestellt, Barbara, die Beschaffung war nicht ganz einfach.)

    Eine kürzlich befragte Fachfrau riet mir, die baldige Auswilderung ins Auge zu fassen. Noch mindestens 100 Gramm muss Moritz und ein noch ein paar Grad müssen die Nachttemperaturen zwar noch zulegen; aber ich hab mich schon mal mit den Vorbereitungen auseinandergesetzt, Pläne studiert und 10 Meter Maschendraht, Zaunpfählchen und Zeltheringe gekauft. Bin ja gespannt!

    Folge #10 Folge #12
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    (Ursprünglich publiziert auf Facebook als Folge #12)


    Einige Reaktionen auf Facebook:

    Joachim: Ich liebe es, in welches grossartige Projekt das ausgeartet ist.

    Billo: Manchmal schwant mir, dass es tatsächlich ausarten könnt… 

    Anna Maria: Darf ich fragen, warum du die Futterration reduziert hast? Als ich meinen Igel aufgezogen habe, gestartet mit 200 g, habe ich soviel hingestellt dass immer etwas übrig geblieben ist. Nur so kann man sicherstellen dass die kleinen Stacheltiere genug zunehmen. Am Schluss wog er 700 g. Aber wenn deiner seit vier Tagen nicht mehr zunimmt, und du die Ration reduzierst, wie soll er dann 100 g zunehmen?

    Billo: Das Tempo der Gewichtszunahme kürzlich war zu hoch und vermutlich mit ein Grund für immer weicheren Kot. Zudem experimentiere ich mit dem Futter und geb drum kleinere Portionen. Ab nächster Woche gibt’s dann eh Igel- statt Katzenfutter, bin gespannt.

    Laura: Aspetta ancora un po’ prima di lasciarlo! Marzo è un mese imprevedibile e oggi, col clima impazzito, potrebbe essere pericoloso! Il riccio non ha fatto un letargo regolare.

    Billo: Assolutamente corretto, Laura.

    Ruedi: Vielleicht fühlt sich Moritz einsam bei dir. Möchtest du ihm nicht noch ein Gschpänli suchen? Könntest es Max taufen.

    Billo: Igel sind Einzelgänger. Ich gehe davon aus, dass Moritz aus einem Winterschlafnest entwichen ist auf der Suche nach Nahrung, da er im Herbst zu wenig Reserve hatte anlegen können. Da er weniger als 200 g wog, als ich ihn fand, hatte er wohl noch mit Mutter und Geschwistern in der Höhle gelebt; andere Igel fand ich damals aber nicht. Vielleicht sucht Moritz dann im Sommer eher eine Maximiliana, oder umgekehrt. Aber nur für die – relativ ruppige – Paarung, danach werden beide wieder froh um Ruhe sein.

  • Igel-News #10: Igel rebelliert

    Links der Futternapf (schon wieder leer), in der Mitte die Schlafhütte und rechts der vom Igel gewählte Versäuberungsplatz.

    Andere Leute legen sich einen Hund zu, um aus der Wohnung zu kommen. Mir genügt der Igel, der sich mir hungrig in den Weg gelegt hat. Er frisst nun seit fünf Wochen ordentlich Katzenfutter, legt ordentlich zu und hinterlässt entsprechend viele Häufchen auf den alten Zeitungen, mit denen ich die Kiste täglich zwei- bis dreimal neu auslege, in der er seine Fresswinterschlaf verbringt.

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  • Igel-News #09: pro Tag 10 Gramm

    Moritzli nimmt seit zehn Tagen stetig zu.

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  • Igel-News #08: Filmtip

    Screenshot aus dem hier vorgestellten Film

    Wer jetzt schon wissen will, wie (m)ein Igel lebt, nachdem er wieder in die Freiheit gelassen worden ist, gibt sich diesen halbstündigen Film [1] mit faszinierenden Aufnahmen aus allen Lebensphasen, darunter ruppige Sexszenen, obersüsse Babies und nicht zuletzt der Beweis, dass Igel selbst in der Natur einfach überall hinscheissen, selbst auf den Eingang zur eigenen Hütte. Unglaublich, das alles!


    Folge #07Folge #09
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    (Ursprünglich publiziert auf Facebook)


    [1] «Abenteuer einer Igelfamilie» – übrigens ein Naturfilm der wohltuenden Art, ohne musikalische Untermalung und mit wenig Geschwätz.



    Einige Reaktionen auf Facebook:

    Irmy: Die fressen ja auch Obst und trinken Wasser am Bach.

    Billo: Wenn’s keine Insekten hat.

    Eva: Danke für den Tipp! Das werde ich mir unbedingt ansehen. Ich hatte ja letztes Jahr seit Jahren leider kein Igeli mehr in meinem MitteneinderStadthintermHausgarten. Es wurde so viel gebaut und es gibt so rücksichtslose Nachbarn und Pseudogärtner. Ich hoffe, dieses Jahr wird sich wieder eine Familie zeigen und ich darf sie allabendlich begrüssen, beobachten und des nachts an meinen Wasserstellen schmatzen, hüsteln, trippeln und sonst so einiges hören… Ich liebe sie einfach.

    Ana: Nuja, wir dressierten Menschen würden gegebenenfalls auch überall «unter uns lassen», wenn man uns nicht zeitig aufs Töpfchen gezwungen hätt…

  • Igel-News #07: Igelrennbahn

    Foto links: Konstruktion mit Rennbahn und zwei Kisten, das Igeli versteckt seine Nase in einer Kloppapierkartonrolle.
    Foto rechts: Die aktuelle Fresswinterschlafeinrichtung.

    Moritzli und ich haben eine Menge gelernt in den zweieinhalb Wochen seit meinen letzten News, mit Rat von Fachpersonen auf Websites oder per E-Mail – und mit viel trial & error.

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  • WaldLeben? Eine Reise in meine Vergangenheit

    Kürzlich wurde ich unerwartet in meine eigene Vergangenheit entführt. Eine Historikerin und ein Historiker aus dem Kanton Zürich recherchierten Quellen zum Thema Waldsterben und waren dabei auch auf den Verein «WaldLeben» gestossen, den ich zusammen mit ein paar Freunden 1983 gegründet hatte – für die Erhaltung des Waldes überall auf der Welt.

    Wir hatten nicht einfach auf dem plötzlichen Medienhype mitreiten und die üblichen Forderungen aus ökologischer Sicht stellen wollen, sondern eigenverantwortliches Handeln fördern und damit Glaubwürdigkeit und Machbarkeit solcher Forderungen an Politik und Wirtschaft beweisen. Unser Ziel war es gewesen, mindestens 100’000 Menschen in der Schweiz zu finden, die sich freiwillig bereit erklärten, ihre Autofahrten auf ein Minimum zu beschränken, ihre Wohnung bis höchstens 19 °C zu heizen – und von den Behörden auf allen Ebenen Taten zu fordern. 

    Ob ich Zeit für ein paar Fragen hätte? Ja, sicher; aber ich musste mich erst einmal in meinem Archiv wieder in unsere damaligen Aktivitäten einlesen, es war so viel geschehen für mich seither. Was ich auf Anhieb fand, war ein Ordner mit den Ausgaben der Zeitschrift «Luftpost», die wir von 1984 bis 1990 herausbrachten und die ich redigiert und gestaltet hatte. Und während ich durch die 32 Ausgaben blätterte, staunte ich immer wieder, was wir damals alles getan und geschrieben hatten. Es ging längst nicht nur ums Auto, auch wenn dessen Gebrauch im Zentrum stand. Einzelne Aktionen hatte ich vergessen, auch deren Zahl und Vielfalt. Waldbegehungen zusammen mit Förstern, Tourneen zu Fuss oder mit Ross und Wagen durch die Dörfer, kulturelle Veranstaltungen im öffentlichen Raum, Sternwanderung aus allen Regionen der Deutschschweiz aufs Rütli, Demonstration für saubere Luft in St. Gallen mit 4000 Menschen, kurze Besetzung der Quaibrücke oder von Parkplätzen in Zürich, Vorstösse an Krankenkassen wegen der Folgen der Luftverschmutzung, und so weiter. Grössere Aktionen hatten wir jeweils zusammen mit verschiedenen nationalen und regionalen Organisationen geplant und umgesetzt.

    Aus den Wurzeln verschiedenster Gräser

    Die Art unseres Tuns hingegen war mir sogleich wieder vertraut. Der Verein «WaldLeben» zählte nur wenige Mitglieder, personell viel wichtiger waren die Menschen in den verschiedenen Regionen der Deutschschweiz, die sich autonom unter dem Motto «WaldLeben» zusammenfanden und aktiv wurden, graswurzelartig und ohne Direktiven von einer Zentrale. Meine Aufgabe als Initiant beschränkte sich auf die Redaktion der Zeitschrift als Mittel der Kommunikation untereinander und gegenüber einer interessierten Öffentlichkeit, auf Koordination soweit gewünscht und auf Gedankenanstösse. Die lose organisierten Gruppen in den verschiedenen Regionen bestanden aus Menschen, die sich aus anderen Zusammenhängen bereits kannten; einige von ihnen hatte ich zu Beginn kontaktiert, weil ich sie von früheren gemeinsamen Tätigkeiten kannte, beim Förderverein für Umweltschutzpapier und Selbstverwaltung, bei der Leser Zeitung, beim M-Frühling und ähnlichen Gelegenheiten.

    Trainingslager für die Erderwärmung?

    Das anderthalbstündige Gespräch mit meinen beiden Interviewern war auch für mich selber sehr aufschlussreich, weil ihre Fragen wie Scheinwerfer in eine Zeit meines Lebens leuchteten, die längst vergangen schien. Mir wurde etwa bewusst, dass die damals heftige Diskussion um das Waldsterben und die damit verbundenen Aktionen beider Lager (Autoverzicht versus «Mein Auto fährt auch ohne Wald») rückblickend betrachtet als Trainingslager für die weit bedeutendere und heftigere Debatte um die Erderwärmung hätte dienen können. Wir hätten nur am Thema dran bleiben brauchen, als der Hype in den Medien vorüber war. Reportagen über den Zustand des Waldes in der Schweiz und in anderen Ländern wären auch zehn, zwanzig, dreissig Jahre später nötig und interessant geblieben; denn nur weil inzwischen Autos mit Katalysatoren und Industrieanlagen mit Abgasfiltern ausgerüstet werden mussten, waren die Ursachen der Luftverschmutzung und des Waldsterbens ja nicht an der Wurzel behoben worden. Die zunehmende Erderwärmung war für einigermassen informierte Zeitgenossen zwar schon damals als drohendes Hintergrundrauschen wahrnehmbar; aber es schien noch so fern, dass der thematische Bogen vom Waldsterben bis dorthin wohl zu weitgespannt schien, zumal damals die Kräfte schon zur Bekämpfung des sauren Regens sehr beschränkt waren. Hätten wir in unserem damaligen Aktivismus so langfristig gedacht, wie wir es von den Förstern bei den Waldbegehungen eigentlich gelernt hatten, dann hätten wir nicht nochmals von vorne beginnen müssen, als der Streit um die Erderwärmung begann.

    Rationierung der Brennstoffe?

    Der Verein WaldLeben hatte sich nach ein paar Jahren nicht aufgelöst, weil das Problem in den Medien kaum mehr präsent war, und auch nicht wegen steter Geldknappheit. Wir gaben aus inhaltlichen Gründen auf. 1988 hatten wir die Idee für eine Volksinitiative zur Rationierung von Treibstoffen lanciert und zahlreiche Organisationen zur Stellungnahme und Mitarbeit eingeladen. Bei den Umweltorganisationen stiessen wir allerdings auf schroffe Ablehnung, einzig Greenpeace und die Schweizerische Energie-Stiftung begrüssten unseren Vorschlag. In einer Luftpost-Leserumfrage sprach sich eine knappe Mehrheit für die Idee aus. Auch die Mitgliederversammlung stand mehrheitlich hinter der Idee, beschloss aber, sie mangels Partnern fallen zu lassen. Gleichzeitig beschlossen wir die Auflösung des Vereins, da wir dessen Anliegen inzwischen wenigstens teilweise von anderen Organisationen wahrgenommen sahen. Der Name WaldLeben ging an die seit Jahren aktive Gruppe in Zürich über, die Luftpost wurde als unabhängige Zeitschrift weitergeführt und diente als Organ für den 1986 gegründeten Verein freund/innen/der/erde (Schweizer Mitglied im des Internationalen Verbands Friends of the Earth International), bis sich dieser sich Ende 1990 auflöste. (Später wurde Pro Natura zum Schweizer Mitglied von FOEI).

    Brückenschlag von links-grün bis bürgerlich-konservativ

    Meine Interviewer fragten, warum für uns das Auto im Zentrum unserer Argumentation gestanden hatte. Ich bin nicht sicher, ob wir uns das damals explizit überlegt hatten; vielleicht hatten wir das einfach intuitiv so entschieden. Jedenfalls ist das Auto, gerade in einem Land der Wohnungsmieter wie der Schweiz, für viele der einzige private Raum, über dessen Gebrauch sie einigermassen frei entscheiden können. Also war das Auto der beste Ansatzpunkt für die freiwillige Selbstbeschränkung, auf der wir aufbauen wollten. Mieter dagegen können bestenfalls ihren individuellen Konsum einer bestehenden Heizung beeinflussen; Werktätige haben so gut wie keinen Einfluss auf den Verbrauch fossiler Energie an ihrem Arbeitsort. 

    Weiter wollten sie wissen, ob denn WaldLeben vor allem Menschen links der Mitte angesprochen habe. Nein, ich erinnere mich an gute Begegnungen auf unseren Wanderungen von Dorf zu Dorf und, unter Führung lokaler Förster, durch die Wälder, mit bürgerlich, konservativ eingestellten Menschen, nicht zuletzt die Förster selbst, die schon für ihren Beruf eine konservative Haltung mitbringen müssen, um Bäume mit einer Lebensdauer von fünf oder mehr Menschengenerationen zu hegen und zu schützen. Und ich erinnere mich an ein Treffen mit dem damaligen, oft als stockkonservativ belächelten Bundesrat Alphons Egli, der eine Abordnung von uns empfing, während unsere bunte Truppe mit Ross und Wagen vor dem Bundeshaus wartete. Nach Ablauf der geplanten Viertelstunde wurde Eglis Sekretär nervös und zeigte immer wieder auf die Uhr; doch Egli wischte protokollarische und terminliche Bedenken beiseite: Ich will jetzt mit diesen jungen Menschen reden, denn das ist wichtig, was sie tun – und er entliess uns erst nach einer Dreiviertelstunde. Auch wenn dieser intensive persönliche Austausch hernach in der Politik kaum Folgen zeigte, vielleicht auch, weil Egli nach einer Amtsperiode schon wieder zurücktrat, zeigten diese und viele andere Begegnungen, dass das Waldsterben Menschen in allen Schichten und politischen Lagern betroffen machte, auch einen Freund, der damals der Autopartei nahestand, und auch meinen Vater, der mit den links-grünen Überzeugungen seiner Kinder grosse Mühe hatte, die persönliche Erklärung zur Reduktion seines Autogebrauchs aber unterzeichnete und ernst nahm.

    Ja, wenn es uns gelungen wäre, diesen Brückenschlag mit Schwung weiterzutragen, auch über die Sprach- und Landesgrenzen hinaus, dann wäre die Gesellschaft vielleicht besser vorbereitet gewesen für die viel grösseren Herausforderungen durch die Erderwärmung, die heute immer mehr Menschen bewusst werden, viele aber auch hilflos machen. Kann sein, dass wir zu uns zu sehr dagegen sträubten, feste Strukturen für unser Tun zu schaffen. Allerdings glaube ich bis heute nicht daran, dass klar strukturierte und zentral geführte Bewegungen wirklich jene Veränderung bewirken, die notwendig ist, damit immer mehr Menschen lernen, anders miteinander und mit der Welt umzugehen.

    PS: 
    Menschen anregen und befähigen, selber Schritte zu machen, hat mich immer besonders interessiert, auch später. Bei WaldLeben die «Persönliche Erklärung», in der M-Frühling-Zeitschrift Tips für Alternativen zum üblichen Konsum, bei KAGfreiland die Drehscheibe, über die sich Konsumenten und Bauern leichter finden konnten, bei fair-fish die leicht merkbare Formel «Fisch max. 1x im Monat» und für jene, die es genauer wissen möchten, den Fischtest.
    Die Veränderung im Grossen wird nicht nachhaltig sein, wenn sie nicht im Kleinen gelebt wird.

  • Fascismo #2: Giochi politici infruttuosi mentre l’Italia va in rovina


    La destra italiana si raduna periodicamente [1] per commemorare quanto gli italiani in Istria e Dalmazia abbiano sofferto sotto la brutalità del regime comunista di Tito dopo la seconda guerra mondiale – senza però menzionare la brutalità che le altre popolazioni di queste regioni avevano subito in precedenza sotto il regime fascista di Mussolini.

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  • Igel-News #06: Igel scheisst

    Moritzli wiegt jetzt 259 Gramm, die Zuwachsrate nahm auf 3,5 g/d ab, dabei frisst er (oder sie) doppelt so viel Katzenfutter wie die Zizzi.

    Vielleicht liegt’s am Wechsel auf ein Futter ohne Getreide, das nun auch die Zizzi kriegt, bloss will sie sich nicht dran gewöhnen…

    Aber scheissen tut er, und das überall, auch in seinen Schlafkarton, und selten sogar ins Igelklo, das ich ihm vor seine Tür gestellt hatte. Ab jetzt wird das anders gemacht: Der ganze Boden der grossen Kiste ist mit Streu gefüllt, ein frisch gekauftes Holzhäuschen (Idee Irmy) ohne Boden und der Fressnapf stehen darauf, und zweimal im Tag wird ausgemistet. Zwei angeweichte Kartonschachteln kommen auf den Müll.

    Wie’s hilfsbedürftigen Artgenossen in Frankreich so geht, ist hier im Video zu sehen (mit Dank an Agnes).


    Folge #05Folge #07
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    (Ursprünglich publiziert auf Facebook)



    Einige Reaktionen auf Facebook:

    Claudia: Ingegnoso! 

    Monika: Designerbleibe!

    Monika: Der Igel wird sich nicht mehr auswildern lassen… ihm geht´s bei dir gar zu gut – prima, wie du das machst!

    Billo: Nix da, im Frühling kommt er raus!

    Anita: Es ist sehr wahrscheinlich, dass er dich danach auch immer wieder mal besuchen wird.

    Ralf: Nun fehlt nur noch ein Sofa und ein kleiner Fernseher (Tablet), auf dem er die wilde Natur beobachten kann. 

    Joachim: Ich liebe diese Berichte! Vielen Dank für die Fürsorge und die Dokumentation.

    Regine: Von der Sauce kriegt er Durchfall, würd0s abfließen lassen, ich sag’s nur, will aber keinesfalls ausgewildert werden!

    Billo: Das Igeli gehört nach draussen, wenn’s wärmer wird, unter liebevoller Beobachtung solang nötig. Und Durchfall gibt’s bisher nicht, trotz ebensolchen Beobachtens.

    Daniela: Futtertechnisch kannst du auch getrocknete Mehlwürmer und Kitten-Trockenfutter geben, statt Fleisch. Das hat dann eher den Geschmack, den die Insekten haben, die er dann selber suchen muss später.

    Rhea: Es geht ja wohl ums Auffuttern und das machst du prima! Mit genügend Fettreserven ist beim Igel alles wieder gut. Können sich die meisten von uns nicht mehr vorstellen.

  • Igel-News #05: Igel frisst

    Gut 40 Gramm hat der kleine Igel zugelegt, ein Fünftel des geringen Gewichts, dessentwegen ich ihn vor vier Tagen zu mir in die Wohnung genommen hatte.

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  • Igel-News #04: Igel klettert

    Nach dem Besuch beim Tierarzt setzte ich gestern abend den Rat eines alten Freundes und Igelexperten um: Ich stellte das Kartonschlafabteil und die kleinen Fress- und Trinkgefässe in eine hohe Plastikwanne.

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  • Igel-News #03: Beim Tierarzt

    Glück gehabt: Der Tierarzt, der sich mit Wildtieren auskennt, war heut abend zu Besuch beim Arzt meiner Zizzi.

    Sehr vorsichtig und rücksichtsvoll hat er Moritzli untersucht, zur Sicherheit eine Röntgenaufnahme erstellt und eine kleine Flohprophylaxe appliziert.

    Soweit alles gut, bloss furchtbar mager ist das Kerlchen noch und bleibt drum vorläufig besser in meiner Obhut.


    Folge #02Folge #04
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    Einige Reaktionen auf Facebook:

    Linda: Merci velmol für‘s kümmern und versorgen Deines kleinen Schützlings.

    Monika: Wie gut, dass er bei dir gelandet ist… Ich glaube, Katzenfutter darf er auch essen – aber der Tierarzt hat dir sicherlich die richtigen Empfehlungen gegeben. Alles Gute dem kleinen Stacheltier!

    Anita: Moritzli wird wohl bis zum Frühjahr bei dir bleiben. Mein Herr NIGEL-Igel wurde im Laufe des Winters so anhänglich, dass er den Garten erst mal gar nicht annehmen wollte. Jeden Abend stand er vor der Wohnzimmertüre und verlangte Einlass. So sollte es auch nicht sein. Eines Tages war er dann doch verschwunden – und kehrte irgendwann stolz mit einer Schar kleiner Igelchen wieder. Herr NIGEL war eine Frau NIGEL!

    Daniela: Sobald es einen Namen hat, gehört es zu Familie!

    Domenica: Warum er so mager war… scheint’s finden Igel gar nicht mehr die richtigen Futtertiere wegen der Monokulturen in unsern Gärten und der Insektizide. Sie brauchen bestimmte Käfer, um gesund zu bleiben, stimmt das deines Wissens, Billo?

    Billo: Mag sein, die Gärten hier sind allerdings keine Monokulturen, und Insektizide werden meines Wissens nicht eingesetzt.

    Martina: Besser kann er es nicht haben. Danke für die aktuellen Nachrichten zum Moritzli. Wir finden in dieser Welt nur noch Trost und Hoffnung in der Natur und ihren Kreaturen.

  • Igel-News #02: Gartenfund

    Als ich eben im Garten nach Zizzi rief, entdeckte ich ein kleines Häufchen mit Stacheln – ein klitzekleiner Igel. Dieser Winter ist definitiv zu warm…

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  • Should I worry more about the brain or the soul?

    Image of a human brain organoid stained with DAPI (teal) and VIPR2 (magenta).
    (Credit: Nreis1/Wikimedia)

    Many bother about „artificial intelligence“. Should we bother more about brain models built on tissue from aborted foetuses? I suggest that we bother first of all about the enormous lag in ethical and social development of ourselves.

    Humankind is still a long way from understanding how to evolve into a society of peaceful, compatible beings who live in respect for all living beings, including themselves—let alone from recognising this situation and trying to get out of it. 

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  • Wiederbevölkerung der Tundra mit grossen Grasfressern, um die globale Erwärmung einzudämmen

    Von all den gross angelegten Plänen zur Abschwächung der verrückten globalen Erwärmung überzeugen mich nur zwei: die Wiederherstellung der Fischbestände bis zu ihrem historischen Reichtum [1] und die Wiederbesiedlung der Arktis bis zu ihrer historischen Fülle. Wenn wir den Planeten nicht mit allen anderen Lebewesen teilen und uns mit dem Platz begnügen, der dem Homo sapiens gebührt, wird unsere Spezies untergehen. Es geht um uns und unsere Umwelt – die Natur und der Planet werden auch ohne uns auskommen.

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  • Wölfe, Autoritäre und die Ethik

    Wolf Canis lupus (Foto: Tracy Brooks / Wikimedia Commons)

    «Deep Ecology» nannte der norwegische Philosoph Arne Næss die Haltung, aus der heraus wir Menschen allem Leben begegnen sollten, im Anerkennen, dass alle Arten in der Biosphäre grundsätzlich gleichberechtigt sind. Dieser Ansatz reicht tiefer als der Veganismus, weil das Bewusstsein der «Verbundenheit im Recht auf ein gutes Leben», wie ich es nenne [1], nicht nur (bestimmte) Tiere einschliesst, sondern alles, was lebt.

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  • Lehren aus dem Fall Moro

    Die «anni di piombo», die bleiernen 1970er Jahre, waren in Italien, wie in Deutschland, geprägt vom Zusammenbruch alter Konventionen in den Studenten- und Arbeiterrevolten (1968) und von einer zunehmend härteren Auseinandersetzung zwischen der Neuen Linken und der Reaktion der herrschenden Kreise, bis hin zu offener Gewalt sowohl der Staatsorgane wie auch der militarisierten Aktionsgruppen (Brigate Rosse, RAF und andere). Italien ist ein relativ junger Staat, in den 1860er Jahren von den piemontesischen Truppen bis ganz in den Süden «vereinheitlicht», was zumindest in Sizilien [1] das Schicksal vieler Menschen eher verschlechterte; die Bruchlinien zwischen Norden und Süden bestehen bis heute, auch die neue republikanische Verfassung nach dem Ende des Faschismus’ konnte sie nicht wirklich kitten.

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  • Poet, Botaniker, Weltenreisender

    Im Büchergestell meines Vaters standen nebst einigen Romanen (ich erinnere mich an Namen wie Salvador de Madariaga, Norman Mailer, Herman Melville oder Ernst Jünger), einem dicken  siebenbändigen Schweizer Lexikon, diversen Militaria und Sachbüchern zur Weltgeschichte auch einige Klassiker in gediegenem Einband, von Dante bis Chamisso. Interessiert haben mich als Junge nur das Lexikon und ein grosser Atlas. Im Verlauf der Jahre hab ich mir meine eigene Bibliothek zusammengestellt, und als Vater und viel später auch Mutter gestorben waren und die Wohnung aufgelöst werden musste, war das alte Büchergestell ein Fall für die Entsorgung, die Bücher so gut wie die schönen Ganzholzregale – wir Kinder und unsere Kinder waren längst eingerichtet in unseren Wohnungen, in denen der Platz längst vergeben war, was auch für die Brockenhäuser galt. Ja, hätte Vater dem Drängen seiner Frau nachgegeben und ein Haus für die Familie gekauft, anstatt ängstlich zu rechnen, dann stünde die Bibliothek jetzt mitsamt dem ganzen Mobiliar in einem Haus, in das wir alle immer wieder gerne zurückkehren würden…

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  • Vorwärts zurück zum Winterschlaf?

    Ein Streifenhörnchen beim Winterschlaf (Foto: Michael Himbeault / Wikimedia Commons)

    Vorgestern mochte ich schon am Morgen kaum aus dem Bett, sehr müde und sehr schlapp. Ich stand bloss auf, um meine Katze rauszulassen und mir eine Kanne Tee zu kochen. Abgesehen von weiteren kurzen Aufenthalten für ähnliche Zwecke verbrachte ich den ganzen Tag sehr faul im Bett, bis gestern morgen um elf Uhr. Dann entdeckte ich als Erstes auf Facebook bei Thomas ein kleine kleine Ode an den Winterschlaf – und war hellwach: Meine Rede seit Jahren!

    Tatsächlich täte es uns und der Menschheit und allen den Planeten mit uns teilenden Lebewesen gut, wenn wir dem Rhythmus der Jahreszeiten folgen und unser emsiges Tun in den kalten Monaten herunterfahren würden. Zumindest in Europa und Nordamerika tut der moderne Homo sapiens, wie ich ihn als Sozialpsychologe kennen gelernt habe, eher das Gegenteil: Er geniesst im Sommer die langen freien Abende, doch wenn der Herbst in den Winter übergeht, verfällt er in hektischen Aktivismus, weil er vor Weihnachten und Jahresende noch so viel erledigen muss, als könnte das nicht bis zum Frühling warten.

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