Mir träumte, ein Sozialforschungsinstitut habe sich beim Verein fair-fish (den ich gegründet und damals geleitet hatte, Anm. d. Red., 25.12.2025) vorgestellt mit der Idee einer Studie über die Änderung des Konsumentenverhaltens beim Fischkauf.
Der WWF gerät zunehmend in die Kritik. Je mehr er wächst, desto öfter wird ihm vorgeworfen, mit den grossen Konzernen zu packeln. Die vom WWF geschaffenen Zertifikate FSC (Holz) und MSC (Fisch) stehen im Verdacht, industriellen Raubbau an der Natur grün zu bemänteln. Den gleichen Verdacht nähren die vom WWF mitgetragenen Rundtische für nachhaltige Produktion von Palmöl, Soja usw. Würde der WWF besser daran tun, sich mit grossen Konzernen gar nicht an einen Tisch zu setzen? Nein, es ist im Gegenteil absolut wichtig, mit big players zu verhandeln – die Frage ist allerdings, in welchem Verhandlungsziel.
Rechtsanwälte im Disput, Porzellan um 1770, vermutlich Italien (European Sculpture and Decorative Arts / Wikimedia Commons)
Nicht angesichts der Zerstörung des Gazastreifens, sondern heute vor vierzehn Jahren tobte auf meiner Facebook-Wall ein heftiges Wortgefecht über die Kritik an der Politik Israels. Es scheint mir als Zeitzeugnis interessant genug, hier dokumentiert zu werden. Und es macht deutlich, dass Frieden im Nahen Osten nicht zuletzt voraussetzt, dass auch wir uns fern vom Geschehen um Verständigung untereinander bemühen.
Video-Still aus «Zug für zwei Halunken» von Robert Aldrich, mit Lee Marvin und Ernest Borgnine (USA., 1973)
Ich hatte gestern nacht einen bemerkenswerten Traum. War mit Andi unterwegs, irgendwo in Italien. Wir bestiegen einen Zug, den die Leute dort für etwas vom Feinsten hielten.
Christian Kern, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) von 2010 bis 2016
Nachdem die ÖBB die Bahnverbindung von Graz nach Westen Jahr um Jahr ausdünnen und die zweitgrösste Stadt Österreichs zunehmend an den Tropf aus Wien hängen, dürfte erwartet werden, dass wenigstens in dieser Intensivstation seriös gearbeitet werde. Leider nein; den Patienten, pardon: den Passagieren, die partout nach Graz reisen wollen, werden in Wien sportliche Höchstleistungen abverlangt, die keiner der ÖBB-Bosse je erbringen könnte. Oder Sie, Herr Kern? Die Wette gilt!
Die verbotene Glühbirne
Hitziges Tagebuch ab Oktober 2010
Die EU hat die gute alte Glühbirne verboten. Die Konsument/innen spielen brav mit, denn es geht ja immerhin ums Energiesparen, und da haben wir alle doch ein schlechtes Gewissen… (mehr …)
«Diskussion», Gemälde von Franz Wilhelm Seiwert (1894-1933; Wikimedia)
Ich hab mich heut von vier friends verabschiedet, die mit dem steirischen Haider-Verehrer Gerald Grosz friends sind. Und bei einem andern friend, der mir nicht unwichtig ist, entdecken müssen, dass er mit der ebenso rechtslastigen Möchtegernbundespräsidentin Barbara Rosenkranz friend ist; auf seine Erklärung dazu wart ich noch.
Es gehört zu Facebook, dass gewisse Dinge nicht so leicht zu verbergen sind wie im Leben zuvor. Das bedingt in gewisser Hinsicht mehr Toleranz; denn wenn ich jeden meiner friends daraufhin durchleuchten würde, mit wem allem sie oder er kann, wär ich wohl ziemlich allein mit mir auf Facebook, und das wär das Gegenteil dessen, was ich da will. Aber es gibt eine Grenze; für mich liegt sie dort, wo verachtendes Verhalten beginnt.
Als Schweizer ist mensch vermutlich verwöhnt. Jedenfalls beim Bahnfahren. Einmal in Österreich unterwegs, winken dafür ungeahnte Erlebnisse. Übrigens auch beim zweitenmal, und in beliebiger Wiederholung. Für die Österreicher/innen, die ihr Land nicht zum Vergnügen bereisen, ist das nicht lustig. Darum hier ein freundeidgenössisches Plädoyer: Weg mit der Spitze der ÖBB – hin zur fusionierten SÖBB!